Geheimdienst-Legende warnt vor Massen-Immigration «Macht eure Grenzen dicht!»

WIEN - Einer der berühmtesten Agenten fordert die Gründung einer Weltpolizei. Den europäischen Staaten rät er, Flüchtlingen die Freizeit stark zu reduzieren.

Geheimdienst-Legende warnt vor Massenimmigration durch Flüchtlinge play
Migranten auf dem Weg nach Ungarn. Rafi Eitan fordert, solche Ströme zu stoppen.

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Der inzwischen 89-jährige Rafi Eitan hatte in den 1960er-Jahren von sich reden gemacht. Damals entführte er in Argentinien den Nazi Adolf Eichmann (†56) und brachte ihn in Israel vor den Richter.

Nun weilte der langjährige Leiter des ehemaligen israelischen Geheimdienstes Lakam auf Einladung der FPÖ in Wien. Im Gespräch mit der Zeitung «Krone» warnt der legendäre Agent vor Extremisten, die versuchen würden, aus Deutschland und Österreich ein muslimisches Land zu machen.

Geheimdienst-Legende warnt vor Massenimmigration durch Flüchtlinge play
Legendärer Agent: Der Israeli Rafi Eitan. AFP

Eitan: «Die muslimische Welt unterscheidet sich deutlich von der westlichen Kultur. Wenn die Muslime jetzt in jedem europäischen Land sind, müssen wir dort mit Gewalt und Terror rechnen.»

Drei Tipps zur Migration

Der Hardliner hat auch eine klare Meinung, wie die europäischen Staaten mit den Migrationsströmen umgehen sollten. Seine drei Ratschläge:

• «Stoppt sofort die Immigration, macht eure Grenzen zu.»

• «Gebt viel Geld für Anreize aus, damit die Flüchtlinge zurück nach Irak oder Syrien gehen.»

• «Beschäftigt sie, lasst ihnen kaum Freizeit.»

Um den Terror wirklich bekämpfen zu können, brauche es eine Weltpolizei. Eitan: «Es darf einfach kein Land mehr geben, in dem Terroristen ihre Ausbildungslager aufbauen können.»

Geheimdienst-Legende warnt vor Massenimmigration durch Flüchtlinge play
Ungarische Juden auf dem Weg nach Auschwitz. Adolf Eichmann war mitverantwortlich für den Tod von rund 6 Millionen Menschen.  Getty Images
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1960 aus Argentinien nach Israel entführt: Adolf Eichmann.  Getty Images

Nazi in Argentinien entführt

Rafi Eitan hatte den Nazi Adolf Eichmann 1960 in Argentinien aufgespürt und nach Israel entführt. Da wurde diesem der Prozess gemacht. Weil der SS-Obersturmbannführer für den Tod von rund sechs Millionen Menschen mitverantwortlich war, wurde er zum Tode verurteilt und in der Nacht auf den 1. Juni 1962 gehängt.

1978 wurde Rafi Eitan Antiterror-Berater von Premierminister Menachem Begin (†78). 1981 war er an der Planung zur Zerstörung des irakischen Atomreaktors Osirak massgeblich beteiligt.

Vorsitzender der Rentner-Partei

Eitan trat 1985 wegen der Pollard-Affäre aus dem Geheimdienst aus. Der Amerikaner Jonathan Jay Pollard (62) hatte in der US-Marine für Israel spioniert, worauf er zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Die Affäre belastete die Beziehung der beiden Länder.

Rafi Eitan wurde Leiter der staatlichen Chemiegesellschaft Israels und machte sich 2003 auf Kuba mit landwirtschaftlichen Aktivitäten selbständig. 2006 wurde er als Vorsitzender der Rentner-Partei in die Knesset gewählt, 2009 verpasste seine Partei den Wiedereinzug ins Parlament. (gf)

Publiziert am 09.11.2016 | Aktualisiert am 09.11.2016
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15 Kommentare
  • Fancy  Bear 10.11.2016
    Die einzige Lösung die Europa sieht, ist die Integration in hiesige Gesellschaft. Was bei kleiner Masse durchaus möglich ist, aber bei so vielen Menschen gibts da durchaus innere Spannungen. Ja die lieben Politiker von links bis rechts geben keine Alternativen. Grenze schliessen funktioniert nicht. Rückführungen funktionieren nicht wie geplant. Also warum nicht Sawiris Plan unterstützen mit extraterritorialen Städten, Inseln wo ein Leben möglich und Schutz vorhanden ist?
  • Mike  Müller aus Zürich
    09.11.2016
    «Der Spion der aus dem Alter kam.» Ein Agent der während seiner Aktivzeit verdeckt und getarnt aus dem Hinterhalt agiert hat, wäre ein schlechter Berater für eine offene Gesellschaft. Das sind zwei ganz konträre Welten. Terrorismus ist auch eine Zeit- & Modeerscheinung. Erst nachdem ein Terroranschlag von ungeahnter Grösse vollführt sein wird, dürfte Europa bereit sein, drastische Massnahmen zu ergreifen. statt weiterhin schwere Waffen, Technologie und Luxuskarossen gegen Öldollars zu liefern.
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    09.11.2016
    Ein Ratgeber aus einem Land, das nicht in Frieden lebt..Also kein guter Ratgeber. In einem Punkt allerdings hat er recht. Flüchtlinge sollen und dürfen arbeiten. Das wäre etwas, was man durchsetzen muss. Man muss Extremisten genau beobachten und sie ausweisen. Aber das gilt ebenso für Rechtsextremisten, mit diesen muss man hart verfahren. Man sieht ja, was passiert, wenn man die gewähren lässt.. Man darf diesen keinen Raum geben. Extremisten aller Sorte gehören beobachtet, und eben ausgewiesen.
    • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
      10.11.2016
      @Morgan Schwab
      Was genau wollen Sie damit ausdrücken? Ist von Ihnen aus gesehen Defätismus das gleiche wie Pazifismus?
      Die Völker der Sowjetunion lebten untereinander alle im Frieden. In der Umma herrscht auch Frieden und vor langer Zeit gab es die Pax Romana. Und aus einem anderen Kulturkreis, da gab es den extrem militaristischen und bürokratischen Staat der Inka. Alle von den Inka überranten Völker hatten Frieden.
  • Sarah  Keller 09.11.2016
    @Jost: Dann zählen Sie uns doch alle Fälle auf, wo Christen in muslimischen Ländern der einheimischen Bevölkerung den Tarif in Sachen Glauben, Anziehen und Ernährung durchgegeben haben und kritisiert haben, was alles nicht mit der christlichen Religion vereinbar ist. Wie sie Forderungen stellten, im Ablehnungsfall vor Gericht gingen, die bescheuerten Gesetze islamischer Länder ausgenützt haben, dabei noch reich wurden und sich obendrein erfolgreich der Ausweisung widersetzten! Bin sehr gespannt!
  • Landre  Marb , via Facebook 09.11.2016
    War zitiert er die UNO nicht?(!)
    Gäbe es das Vetorecht und den Sicherheitsrat nicht, sondern nur ein demokratisch verwalteter Mitgliedsrat oder zumindest ein rotierender Exekutivrat, hätten wir schon längst ein exekutiv (polizeilich) respektiertes und geschätztes Völkerrecht.
    Aber eben, für die israelischen Kolonien wäre das dann auch kaum mehr ein Honigschlecken...