Gegen 57 Banken Deutsche ermitteln wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung

MÜNCHEN (D) - Steuerfahnder aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen zwei Jahren Ermittlungsverfahren gegen 57 ausländische Banken eingeleitet. Unter ihnen sollen auch solche aus der Schweiz sein.

Deutsche Steuerfahnder ermitteln gegen 57 Banken: Steuerhinterziehung play
Deutsche Steuerfahnder ermitteln gegen 57 Banken. Darunter auch Schweizer. Keystone/ALESSANDRO DELLA BELLA

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Wie die «Süddeutsche Zeitung» heute berichtete, wird den Banken aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Luxemburg Beihilfe zur Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Auf die Spur gekommen waren die Fahnder den Finanzinstituten demnach durch die Auswertung von Selbstanzeigen deutscher Bürger, die den Behörden Schwarzgeldkonten im Ausland meldeten.

Die Ermittler hätten sich die Selbstanzeigen gezielt daraufhin angeschaut, welche Banken wiederholt darin vorgekommen seien, berichtete die «SZ».

In etwa zehn Verfahren seien sich die deutschen Steuerfahnder und die ausländischen Banken bereits über Bussgeldzahlungen in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro einig geworden. In einem grösseren Fall werde derzeit über rund 60 Millionen Euro Bussgeld verhandelt.

Unter den verdächtigten Instituten sind dem Bericht zufolge auch Banken, die bereits vor Jahren anderweitig wegen Steuerdelikten aufgefallen waren. (SDA/stj)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 04.10.2016
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9 Kommentare
  • Josef  Blocher 04.10.2016
    Steuerhinterziehung ist strafbar und soll auch geahndet werden.Dass jetzt wieder CH Banken im Spiel sind,zeigt nur ihre Lernresistenz. Die haarsträubenden Argumente hier im Blog zeigen nur,dass die meisten keine Ahnung haben,um was es geht.Schlussendlich zahlen wir alle mehr Steuern,solange es Steuerbetrüger gibt.....wenn das nur alle mal begreifen würden.
  • Vreneli  Meier 04.10.2016
    Solange die Bürgerlichen die Mehrheit haben, wird sich daran nichts ändern. Die werden sich sicher nicht selbst die Möglichkeiten nehmen, vor dem Staat ihr Geld zu verstecken.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    04.10.2016
    Na dann Prost ! Langsam muss man sich Sorgen machen, wie sicher unsere Spar-Guthaben auf der Bank noch sind, wenn sich nach den Amis nun auch noch die Deutschen an unser Geld auf unseren Banken heranmachen. Sind unsere Spar-Guthaben überhaupt noch da, wenn all diese Bussen und die Riesen-Boni für die Manager bezahlt sind ?
    • Vreneli  Meier 04.10.2016
      Die machen sich nicht über unser Geld her. Diese Busen sind ein lächerlichkleiner teil der Gewinne, welche die Banken mit diesen illegalen Schwarzgeldern erwirtschaftet haben. Nicht mehr als recht, dass sich diese Staaten versuchen, zurückzuholen, was ihnen zusteht.
      Nur in der Schweiz werden Steuerbetrüger, dank SVP und FDP, noch immer geschützt.
  • Paul  Michel , via Facebook 04.10.2016
    Aber Schweizer dürfen in der Schweiz immer noch Schwarzgeld auf den Banken horten. Da hat Niemand etwas zu befürchten. Das gilt nicht als Steuerbetrug, denn der Staat hilft ja geradezu noch mit seinen Gesetzen sich selber zu betrügen.
    • Pollner  Josef 04.10.2016
      Herr Michel, das ist nicht zutreffend. Ich musste vor 42 Jahren bei einer Bank am Paradeplatz in Zürich schriftklich bestätigen, dass mein Kapital rechtmässig verdient und deklariert ist. Ich bin Schweizer und hatte nie einen ausländischen Pass.
  • beat  sigrist aus Manila
    04.10.2016
    Mich nimmt Wunder wie lange wir Schweizer noch warten müssen, bis Bern endlich auch mal die Banken in den USA und anderen Ländern unter die Lupe nimmt.Es ist ein Kinderspiel in den USA Villen zu erwerben als Ausländer da wird nicht lange gefragt ob dieses Geld in der Heimat versteuert war.Auch in D ist es problemlos ein Bankkonto zu bekommen als Schweizer keine Fragen wenn das Geld fliesst.
    • Paul  Michel , via Facebook 04.10.2016
      In der Schweiz ist es immer auch noch für Schweizer möglich, problemlos Schwarzgeld auf Banken zu verstecken, denn es gibt ja für Schweizerbetrüger immer noch das Bankgeheimnis wo vom Staat selber geschützt wird.
    • Pollner  Josef 04.10.2016
      Herr Michel, mit diskretem Kapital können Sie keine Liegenschaft, kein Kunstwerk oder Oberklassenfahrzeug kaufen. Das Bankgeheimnis macht Sinn, um die wirtschaftlichen Missbräuche zu verhindern und damit die wirtschaftlich Schwächeren zu benachteiligen. Ich täte auch lieber an Bewerbern mit guter Liquidität vermieten. Damit entstehen allerdings schleichend unerwünschte Zeitklassengesellschaften. Das muss verhindert werden.