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Man darf seine Freundin nicht vernachlässigen. Das musste ein amerikanischer Hardcore-Gamer schmerzlich erfahren.
Seit mehreren Jahren sitzt er täglich Stunden vor dem Computer, spielt das Rollenspiel «World of Warcraft». Er hat schon mehrere Charaktere auf Level 80 gespielt, was einem Arbeits-, oder eben Game-Aufwand von etwa einem Jahr, bei acht Stunden am Tag zocken gleichkommt.
Auch wenn das in Gamer-Szenen hoch angesehen ist – seine Freundin litt gewaltig darunter. Und nutzte die Gunst der Stunde, als ihr Freund die Flimmerkiste für einen Moment verliess, um Zigaretten zu kaufen. Sie setzte sich an den Rechner und begann, Charaktere um Charaktere zu löschen. Doch sie beliess es nicht dabei: Sie entledigte ihren Freund auch all seinen sogenannten Items, also Gegenstände, die in der virtuellen Welt mühsam gesucht und gefunden werden mussten.
Das ganze hielt sie mit ihrer Kamera fest und versteckte sich darauf im Schrank, wo sie auf das Zurückkommen ihres Geliebten wartete – die Kamera immer noch eingeschalten. Der Freund kommt ins Zimmer, setzt sich vor den Rechner und merkt, dass etwas nicht stimmt. Ungläubig klickt er auf die Maus, und hämmer etwas in die Tastatur udn merkt dann schliesslich, dass seine Stunden vor dem Game nutzlos gemacht wurden.
Das ist zuviel: Der Ami steht auf und schmettert die Kiste mit der Hand in die Ecke. Dann packt er sie wieder schmeisst sie in die andere Ecke und gibt ihr mit ein paar Fussschlägen den Rest.
Dabei ist die Löschung eines Charakters am Ende kein Problem, schliesslich reaktiviert Blizzard auf Anfrage die gelöschten Charaktere wieder. Tja. Wie sagt eine alte Gamer-Weisheit: Lieber sich ums Frauchen kümmern, als den PC in tausend Trümmern. (wyc)