Gäste fehlen wegen Terror-Angst Am Oktoberfest ist Frustsaufen angesagt

MÜNCHEN (D) - Kein Gedränge auf der diesjährigen Wiesn. Was die Besucher freut, ist den Schaustellern ein Graus. Sie klagen über Umsatzeinbussen von bis zu 90 Prozent.

Leibesvisitation und Taschenkontrolle: Die Bayerische Landespolizei kontrolliert Besucherinnen am Haupteingang zur Münchner Theresienwiese. play

Leibesvisitation und Taschenkontrolle: Die Bayerische Landespolizei kontrolliert Besucherinnen am Haupteingang zur Münchner Theresienwiese.

Imago/Ralph Peters

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Halbzeit beim Oktoberfest 2016: Nach Schätzung der Festleitung kamen heuer knapp unter drei Millionen Gäste auf die Theresienwiese, also nochmal weniger als in den Vorjahren. 2015 hatten bis zu diesem Zeitpunkt drei Millionen Menschen das Oktoberfest besucht, 2014 waren es noch 3,3 Millionen, 2013 sogar 3,5 Millionen gewesen.

Während sich die Besucher über den zusätzlichen Platz auf der Wiesn freuen, schlägt der sinkende Zulauf den Schaustellern gewaltig aufs Gemüt. «Dieses Oktoberfest ist für mich furchtbar», sagt die Inhaberin eines Brotzeitstandes gegenüber «Focus.de». «Es fehlen 50 Prozent der Kunden. Das ist fatal.»

«Mischung aus Terrorangst, Regen und Sicherheitskontrollen»

Noch schwerer trifft es den Besitzer einer Dosenwurfbude. «So etwas wie in diesem Jahr hab ich noch nicht erlebt. Im Vergleich zum Vorjahr fehlen bestimmt 90 Prozent Umsatz», klagt er. Das Hauptproblem sind in seinen Augen die verschärften Sicherheitskontrollen. Das schrecke Familien ab. Das miese Wetter betrachtet er hingegen nicht als ausschlaggebend: «Regen gibt es ja jedes Jahr mal.»

Opening Day - Oktoberfest 2016 play
Wegen des Regens blieben die Plätze neben den Zelten leer. Getty Images

Ähnlich sieht es der Mitarbeiter eines Souvenirladens. «Die Leute sind durch die Vorfälle vor der Wiesn eingeschüchtert und meiden das Oktoberfest», sagt er. So schlecht wie in diesem Jahr sei es noch nie gewesen. «Die Wiesn ist gelaufen. Wir wussten aber schon im Vorfeld des Oktoberfestes, dass es nicht gut wird.»

Bei den Wirten ist die Lage etwas weniger dramatisch. Im Hofbräu-Zelt sei der Bierumsatz zwar rückläufig, doch sei man gemessen an der Anzahl der Besucher zufrieden, sagt Pressesprecher Stefan Hempl gegenüber «Focus.de».

Anton Roiderer, Wirt des Hackerzelts, spricht ebenfalls von einem leichten Besucherrückgang. Auch er vermutet die Gründe dafür in den verstärkten Sicherheitsvorkehrungen. «Uns tut momentan weh, dass die Leute durch die Kontrollen Angst bekommen und dann nicht mehr auf die Wiesn gehen.»

Der Mitarbeiter eines Mandelstandes macht eine Mischung aus Terrorgefahr, Regen und Sicherheitskontrollen für die schlechten Zahlen verantwortlich. Er gibt sich aber optimistisch. Seine Hoffnung ruhe auf den verbleibenden Tagen. «Es wird nach und nach besser. Es kommt nun auf dieses und das letzte Wiesn-Wochenende an. Da können wir durchaus noch Boden gut machen.» Das Wetter sollte laut Prognose schon mal mitspielen. (gr)

Publiziert am 25.09.2016 | Aktualisiert am 25.09.2016
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9 Kommentare
  • Nils  Gabatuler aus Zürich
    25.09.2016
    Naja, vielleicht lernen die Schausteller und Veranstalter die Gäste/Besucher dann wieder zu schätzen wenn sie wieder kommen sollten! Denn trotz den überrissenen Preisen sind ja trotzdem immer mehr und mehr Saufwütige ans Oktoberfest gegangen... Eventuell ist DAS jetz die Zeit oder gar ein Zeichen um wieder bisserl weiter unten anzufangen?
  • Michael  Rüst 25.09.2016
    Weshalb sollte das nicht gehen? Wenn die durchschnittlichen Ausgaben pro Person einbrechen können die Zahlen stimmen.
  • peter  markzoll aus malters
    25.09.2016
    Was soll das Theater ? geht doch mit den Preisen noch mehr rauf , dann kommen nächstes Jahr nochmals 30 Prozent weniger
  • michel  koeb 25.09.2016
    Einbussen bis zu 90 Prozent ? schade , mir wären 100 Prozent viel lieber ! ! ! !
  • Stefan  Steffen 25.09.2016
    "...knapp unter drei Millionen Gäste...2015 bis zu diesem Zeitpunkt drei Millionen..." und da wird von 50-90 Prozent Einbussen gesprochen? Da hatte ich in Mathe wohl einen Fensterplatz