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Der libyische Diktator Gaddafi ist hässig. Jetzt straft er die Schweiz mit dem Abzug seiner Gelder. (Keystone)
Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wurde nach eigenen Angaben nicht offiziell über den milliardenschweren Vermögensabfluss informiert. «Wir verfügen über keine detaillierten Angaben zu den Geldern», sagt EDA-Sprecher Georg Farago.
«Ein Abzug von Vermögenswerten in dem Umfang hat jedoch kaum gesamtwirtschaftliche Auswirkungen», meint Farago. Die libyschen Gelder auf Schweizer Konten machen nur rund 0,3 Prozent aller ausländischen Gelder in der Schweiz aus.
Auch auf diplomatischer Ebene lässt der libysche Staatschef weiter die Muskeln spielen. Seit mehreren Wochen hat die Schweiz keinen offiziellen Repräsentanten mehr in der libyschen Hauptstadt. Die Botschaft in Tripolis ist nahezu verwaist.
Die Verstimmungen zwischen der Schweiz und Libyen gehen auf einen Zwischenfall im Sommer 2008 zurück. Der Sohn des libyschen Staatschefs Hannibal Gaddafi und seine Ehefrau waren in Genf verhaftet worden, da zwei Angestellte das Ehepaar wegen Misshandlung angezeigt hatten.
Trotz des Rückzugs der Anzeige im September hielten die Spannungen an. Weiterhin sitzen zwei Schweizer Geschäftsleute in Libyen fest und dürfen das Land nicht verlassen. Libyen kündigte zudem eine Klage gegen die Genfer Behörden an.
Revolutionsführer Gaddafi drohte neben Finanzsanktionen auch mit einem Ölboykott gegen die Schweiz. Dieser wurde jedoch bislang nicht umgesetzt. (SDA/hgt)
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Wegen ihm fing alles an: Hannibal Gaddafi wurde im letzten Sommer auf Schweizer Boden verhaftet. (Keystone)