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Angeblich haben deutsche Steuerfahnder eine CD mit Daten von UBS-Kunden und UBS-Machenschaften gekauft. (Keystone )
ZÜRICH - Den UBS Juristen geht die Arbeit nicht aus. Sie kämpfen an mehreren Fronten gegen die US-Justiz und deutsche Bundesländer.
Nordrhein-Westfalen kann es nicht lassen: Schon wieder hat das deutsche Bundesland zwei CDs mit Daten von Steuernsündern aus der Schweiz gekauft.
Und dieses Mal soll es sich um ein richtig «dickes Ding» handeln – eine der beiden CDs soll Daten von UBS-Kunden enthalten. Auf der anderen seien Daten einer kleineren Bank, schreibt die «Financial Times» auf ihrer Internetseite unter Berufung auf Insiderinformationen. Demnach kaufte die Steuerfahndung Wuppertal die Daten.
Auf den CDs seien grosse Namen zu finden, heisst es weiter. Und zwar nicht bloss diejenigen von Einzelpersonen: Es gehe auch um Stiftungen, die Deutsche zur Steuerhinterziehung nutzten.
Auf der einen CD soll sich auch Schulungsmaterial der UBS befinden – darin wird den Beratern erklärt, wie sie deutsche Kunden mit «steueroptimierten Anlagen» locken sollen.
NRW bestätigt den Kauf der CDs nicht. Es dementiert sie aber auch nicht. Ein UBS-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters: «Wir sind uns nicht bewusst, dass wir Opfer eines Datendiebstahls geworden wären.»
In den USA sollen mehrere UBS-Angestellte Straffreiheit erhalten, wenn sie mit den Strafbehörden bei der Untersuchung des Libor-Skandals zusammenarbeiten würden. Dies berichtet heute das «Wall Street Journal».
Die UBS hat während der seit vier Jahren anhaltenden Untersuchungen in diesem Zusammenhang etwa 20 Händler und Manager entlassen oder suspendiert. Aus dem Bericht ging nicht hervor, um welche UBS-Manager es geht. Das Angebot der US-Justiz deutet darauf hin, dass die Ermittler davon ausgehen, die Manipulationen seien von höherer Stelle aus in Auftrag gegeben worden. Bisher bestritt die UBS eine Zentral-Rolle im Skandal um manipulierte Zinsen einzunehmen.
UBS-Chef Ermotti sagte jüngst dazu: «Das ist kein UBS-Fall, sondern ein Industriefall.» In England wurde die Bank Barclays in diesem Zusammenhang bereits mit fast 500 Mio. Dollar gebüsst und hochrangige Manager mussten ihre Sessel räumen. (dra/tun/SDA)
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