Fünf Tote bei Unfall in Irland: Fussballer rettet Baby aus dem Meer

DUBLIN - In Irland kam es am Sonntag zu einem Familien-Drama: Fünf Menschen starben, als ein Auto von der Mole ins Meer stürzte. Davitt Walsh sprang sofort hinterher. Er berichtet, wie ein Mann im Auto noch schrie: «Rette das Baby!»

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Davitt Walsh, hier mit seiner Freundin, sprang sofort ins Wasser. Er wird als Held gefeiert.  RTE News

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Der Unfall geschah am Sonntag in Buncrana im Nordwesten Irlands (BLICK berichtete). Ein Audi Q7 war von einem Pier ins Meer gestürzt, als der Fahrer wenden wollte. Zwei Erwachsene und drei Kinder ertranken.

Ein vier Monate altes Mädchen konnte dank eines Passanten gerettet werden. Davitt Walsh (29) sah den Unfall, zog sofort seine Boxershorts aus und sprang ins Wasser.

Walsh ist Mittelstürmer beim nordirischen Fussballclub Institute F.C. In «RTE News» erzählt er, wie er das Baby retten konnte. «Ich sah im Auto einen Mann mit dem Ellbogen gegen das halb geöffnete Fenster schlagen. Offenbar funktionierte die Elektronik nicht mehr.»

Walsh schrie: «Alle sofort aussteigen! Das Auto sinkt!»

Da hielt ihm der Mann ein Kleinkind aus dem Fensterspalt entgegen und rief: «Rette das Baby!»

Walsh packte das Kind. Auch die Hand eines Buben habe er noch zu fassen gekriegt. Aber er entglitt ihm. Walsh sah gerade noch, wie das Auto mit den Insassen im Wasser verschwand.

Davitt Walsh schwamm mit dem Mädchen an Land zurück, wo es von andern Passanten betreut wurde. Zurzeit befindet sich das Baby im Spital, es geht ihm gut.

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Auf dieser Mole in Buncrana (im Hintergrund) passierte das Unglück.  AP

Auch Davitt Walsh, der in Buncrana als Held gefeiert wird, musste ins Spital. Er verletzte sich bei seinem Einsatz am Fuss.

Die fünf Todesopfer gehörten laut irischen Medienberichten derselben Familie an. Laut Polizei handelte es sich um einen 46-jährigen Mann, seine acht und zwölf Jahre alten Söhne sowie eine 57-jährige Frau und ihre 15-jährige Tochter. (gf)

Publiziert am 22.03.2016 | Aktualisiert am 22.03.2016
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