Inzest-Drama Fritzl-Opfer: Erste Schulstunden

  • Publiziert: 22.05.2008, Aktualisiert: 20.01.2012

Langsam kehrt der Alltag ein für die Kinder von Inzest-Monster Josef Fritzl.

Neben psychologischer Betreuung geniessen sie nun auch Schulbildung.

«Die Kinder werden bereits seit einigen Tagen von Lehrern unterrichtet», sagte Berthold Kepplinger, ärztlicher Direktor der Klinik in Amstetten-Mauer zu «krone.at».

Für den 18-jährigen Sohn, der seit seiner Geburt im Kellerverlies eingesperrt war, sind es die allerersten richtigen Schulstunden. Sein fünfjähriger Bruder ist dafür noch zu jung.

Auch ihrer 19-jährigen Schwester geht es langsam besser. Kerstin ist noch immer im künstlichen Koma. Die Ärzte denken aber darüber nach, die Aufwachphase einzuleiten.

Für die Familie sorgt rund um die Uhr ein multiprofessionelles Ärzte- und Therapeuten-Team. Eine heilpädagogische und psychologische Betreuung läuft bereits.

Allen Beteiligten ist klar, dass dies wahrscheinlich eine Sache von Jahren wird, auch wenn die Opfer – vor allem auch Elisabeth Fritzl, die 42-jährige Mutter der sechs Kinder – erstaunlich starke Persönlichkeiten sind.

In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob die Familie gegen den Vater klagt. Opferanwalt Christoph Herbst sagte, dies geschehe in Absprache mit Elisabeth Fritzl. Es gehe darum, allfällige Ansprüche der Opfer sicherzustellen.

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