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Genau 16 Tage sitzt nun Josef Fritzl im österreichischen St. Pölten in Haft. Er ist im abgeschotteten Bereich der Justizanstalt eingesperrt, in einer Zweierzelle mit Fernseher und einem Fenster zum Gefängnishof. Sonnenlicht erfüllt den Raum.
Es sind paradiesische Verhältnisse im Vergleich zum Kellerverlies seines Hauses in Amstetten. 24 Jahre lang hielt Fritzl dort seine Tochter wie eine Sklavin, ohne Tageslicht, in mit Pilzsporen durchsetzter Luft. Immer wieder verging er sich an Elisabeth (heute 42) und zeugte mit ihr sieben Kinder.
Seine malträtierte Tochter und die Kinder leben seit 16 Tagen in Freiheit, im Landesklinikum Mauer. Dort werden sie von einem 15-köpfigen Ärzteteam betreut. Klinikleiter Berthold Kepplinger: «Elisabeth Fritzl ist eine bewundernswerte und sehr starke Frau.»
Vater Fritzl hingegen kommt nur schwer mit dem Knastalltag zurecht. Aus Angst, dass andere Gefangene ihm etwas antun, traut sich «die Bestie» nicht am Hofgang teilzunehmen. Zugleich jammert Fritzl, dass er sich isoliert fühle und so gerne Besuch von seiner Familie bekommen würde, wie die Tageszeitung «Kurier» schreibt. Seinem Verteidiger Rudolf Mayer sagte er, dass er sich vor allem ein Treffen mit seiner Frau wünschen würde, die er ja «immer noch liebt».
Am Freitag wurde die Untersuchungshaft gegen Fritzl um einen Monat verlängert. Die Haftprüfungsverhandlung war ein reiner Pflichttermin und dauerte lediglich 15 Minuten. Für Inzest-Monster Fritzl wird es ein weiterer besuchsloser Monat.
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Im Vergleich zum Kellerverlies (Bild), lebt Josef Fritzl in seiner Zelle wohl wie im Paradies. (Reuters)