Editorial Freiheit & Feigheit

  • Publiziert: 20.03.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Philippe Pfister

Über die Feigheit der deutschen Kanzlerin bei den Massnahmen gegen Gaddafi.

Jetzt, da eine internationale Koalition dem Irren von Tripolis Einhalt gebietet, wollen wir uns an eine Begebenheit erinnern, die sich vor acht Jahren zutrug.

Angela Merkel, damals CDU-Chefin, reiste nach Amerika, zum Kriegspräsidenten George W. Bush. Via «Washington Post» giftelte sie gegen Jacques Chirac und Gerhard Schröder, die sich nicht am Feldzug gegen den Irak beteiligen wollten. Anti-amerikanisch sei das. Unsolidarisch sei das.

Dass sich Merkel jetzt nicht aktiv an der Befreiung Libyens von Gaddafis Terrorregime beteiligen will, ist verständlich. Dass aber die deutsche Regierung nicht einmal die entsprechende Uno-Resolution unterstützen wollte, ist mehr als unsolidarisch.

Anti-europäisch ist das. Vielleicht sogar mehr: anti-humanitär. Aber sicher feige.

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Phillipe Pfister, stv. Chefredaktor SonntagsBlick.

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