Französin nahm sich über 30 Jahre Zeit Mit 91 endlich Doktor!

BESANÇON (FRANKREICH) - Mit 91 Jahren hat eine Französin doch noch ihren Doktortitel geholt – nachdem sie vor über 30 Jahren mit der Arbeit daran begonnen hatte. Jetzt holte sich Colette Bourlier den Doktortitel ab.

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Colette Bourlier (91) ist eine pensionierte Lehrerin und entschied 1983, doch noch ihren Doktortitel zu machen. Nach über 30 Jahren hat sie ihren Doktortitel in Geografie nun erhalten.

Die Dissertation trug den Titel «Einwanderer als Arbeiter in Besançon in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts». Die Seniorin stellte ihre Arbeit letzten Dienstag den Gremien der Universität der ostfranzösischen Stadt Besançon vor. Sie bestand mit Auszeichnung. «Es hat ein bisschen gedauert, die Arbeit zu schreiben, weil ich immer wieder Pausen eingelegt habe», sagte Bourlier, die 1925 in Lyon geboren wurde.

«Ein grosser Tag in meinem Leben»

Für die Arbeit konnte sie auf eigene Erfahrungen als Lehrerin zurückgreifen, die Analphabeten unter den Einwanderern Lesen und Schreiben beigebracht hatte. Wie Sie gegenüber dem französischen TV-Sender France 3 sagte, sei es «ein grosser Tag in meinem Leben». Schliesslich hätte sie sich fast ihr ganzes Leben mit dem Thema ihrer Arbeit auseinandergesetzt.

Normalerweise dauert das Erlangen der Doktorwürde in Frankreich drei Jahre, doch Bourlier sei «eine extrem atypische» Studentin gewesen, sagte ihr Professor Serge Ormaux. «Sie ist vermutlich die einzige Person, die ich kenne, die alle Aspekte im Detail kannte und in der Lage war, alles miteinander zu verknüpfen.» (lz)

Publiziert am 17.03.2016 | Aktualisiert am 17.03.2016
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Wegen Nazis: Frau wartet 77 Jahre auf Doktortitel

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2 Kommentare
  • Annemarie   Setz 18.03.2016
    Das finde ich super. Zeigt, wie man auch im Alter noch etwas erreichen kann. Macht Mut, den dritten Lebensabschnitt zu nutzen, sei es zum Lernen, zum Helfen, zum trotz jeweiliger Gebresten den Unternehmer-Geist so lange wie möglich zu pflegen.
  • Hans  Scheidegger 17.03.2016
    Ich ziehe den Hut vor Colette Bourlier. Während Andere bereits ihre Pension geniessen, hat sie mit nie erlahmender Neugier jahrelang geforscht: Sie hat sich mit starkem Interesse mit ihrem Dissertationsthema intensiv auseinander gesetzt. Dazu braucht es nicht nur eine zähe Ausdauer und einen zielgerichteten Willen, sondern auch eine grosse Lust am fortwährenden Lernen. Möge sie noch lange so rüstig und in geistiger Frische leben können.