Frankreich machts vor Arbeiter kriegen das «Recht auf Abschalten»

PARIS - Französische Büezer haben seit Jahresbeginn ein Anrecht auf «Abschalten». Konkret bedeutet das: Ausserhalb der Arbeitszeiten kann man E-Mails und Telefonate ignorieren.

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Burnout war gestern: In Frankreich darf man Anrufe und Mails ignorieren. istockphoto

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Frankreich gesteht Arbeitnehmern grundsätzlich zu, Kommunikationsmittel wie Smartphones für berufliche Zwecke nach Feierabend abzuschalten. Im Arbeitsrecht gilt seit dem Jahreswechsel erstmals eine neue Bestimmung für Unternehmen mit mehr als 50 Arbeitnehmern.

Dies geht aus einer früheren Mitteilung des Arbeitsministeriums hervor. Die Regelung erlaubt es Beschäftigten, berufliche E-Mails und Telefonate ausserhalb der Arbeitszeiten zu ignorieren.

In welchem Umfang die Unternehmen das «Recht auf Abschalten» verankern, soll zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern ausgehandelt werden. Die Regelung ist Teil der Reformen im französischen Arbeitsrecht, die den Namen der zuständigen Ministerin Myriam El Khomri tragen.

Das Ministerium verwies auf eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Eléas. Demnach nutzen 37 Prozent der befragten Angestellten ihre beruflichen Kommunikationsmittel auch nach Feierabend oder am Wochenende. (SDA)

Publiziert am 02.01.2017 | Aktualisiert am 03.01.2017

Persönlich

Ralf Rangnick (58), Englisch- und Sportlehrer, kickte selbst nur in der viertklassigen Ober­liga. Als Trainer ist er dafür notorisch erfolgreich: Aufstiege mit Ulm, Hannover und Hoffenheim. Coach in Stuttgart und auf Schalke, wo kein Trainer mehr Punkte im Schnitt holte als er: 1,89. 2011 erleidet er ein Burnout. Seit seiner Genesung 2012 ist er als Sportchef das Gesicht von RB Leipzig, führt den Klub von der 4. in die 1. Liga, 2015/16 ist er im Nebenamt Trainer. Führt drei Jahre lang auch die Geschäfte in Salzburg. Bilanz: 2 Meistertitel, 2 Cupsiege.

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9 Kommentare
  • thomas  brunner aus Bönigen
    03.01.2017
    Dass sind ganz bemitleidenswerte Arbeitnehmer unsere französischen Freunde. 35-Stunde Woche, ein Teil des Arbeitsweges darf noch als Arbeitszeit gerechnet werden und und und. Weder die Lohnarbeit noch das Geld verdienen wurden mit bestimmtheit NICHT in Frankreich erfunden.
    • Andreas  Eberli 03.01.2017
      Das Geld verdienen wurde auch nicht in der Schweiz erfunden, jedenfalls nicht für den Büezer...In Frankreich zeigen die Politiker und Wirtschaftsführer immerhin mehr Solidarität mit dem Volk, als bei uns! Ist ja auch nicht schwierig, da es bei uns überhaupt keine Solidarität gibt!
  • Camille  LaFontaine aus Bern
    02.01.2017
    Dazu brauchte es kein Gesetz. Entweder Sie sind konsequent und nehmen das Telefon nach Feierabend nicht mehr ab und machen Ihrem Chef das auch so klar, oder Sie tragen auf jeden Fall die Konsequenzen fürs Nichtabnehmen, da hilft auch kein Gesetz.
  • Remo  Wyss 02.01.2017
    Nun, Herr Recht Haber aus Zürich, fallen Sie aus welchem Grund auch immer aus ist die Firma bestimmt in der Lage, Sie zu ersetzen. Auch wenn Sie wichtig sind.
  • Ueli  Künzi 02.01.2017
    @Recht Haber: 1. Einbildung ist auch eine Bildung. 2. Wenn Jemand ausserhalb der regulären Arbeitszeit fürs Geschäft tätig wird, soll nach Überstundentarif bezahlt werden. Das reduziert die Belastung schnell.
  • Tom  Braun 02.01.2017
    Wie hat die Swisscom doch mal so schön geschrieben als das Blackberry noch aktuell war «Die 168 Stunden Woche kommt».
    Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber war usus das man immer erreichbar ist. Auch in den Ferien. Wer nicht wollte konnte gehen.
    • Recht  Haber aus Zürich
      02.01.2017
      Nunja, wie soll man das sonst handhaben, wenn man (wie ich) wichtig ist und in der ICT arbeitet? Wer darauf verzichten kann und will, ist in der Regel einfach unwichtig und kann nichts. Mehrheitlich Frauen.
    • Adrian  Gerber aus Aarberg
      02.01.2017
      @ Recht Haber aus Zürich So wichtig scheinst Du dann auch wieder nicht zu sein, wenn Du Deine Kommentare anonym abgibst.
    • Peter  Aufdermaur aus St.Gallen
      02.01.2017
      @Rechthaber
      Sie erinnern mich an jene, die in den 90ern dauernd demonstrativ in der Öffentlichkeit ihre Natels klingeln liessen, um der Umgebung zu suggerieren, wie unersetzlich sie seien.
      Das Gegenteil ist natürlich der Fall. Wer WIRKLICH unersetzlich ist, kann es sich leisten, das Telefon am Feierabend abzuschalten und die Füsse auf den Schemel zu stellen. Weil eben unersetzlich, egal was er tut.
      Übrigens haben auch Frauen Handys und email. Schon mal versucht, mit einer zu sprechen?;-)