Frankreich IWF-Chefin Lagarde weist Vorwürfe im Zusammenhang Tapie zurück

Paris – Vor Beginn des Prozesses gegen Christine Lagarde hat die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) sich erneut gegen die Vorwürfe im Zusammenhang mit einer umstrittenen Millionenzahlung verteidigt.

IWF-Prozess Auftakt: IWF-Chefin Lagarde weist Vorwürfe von sich play
IWF-Chefin Lagarde ist sich im Tapie-Prozesse keiner Schuld bewusst. (Archiv) KEYSTONE/FR170079 AP/CLIFF OWEN

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Drama auf der Wildsau-Pirsch Jäger trifft Liebespaar – tödlich
2 Schweizer Mädchen Que (6) und Mutter wieder vereint Jetzt spricht...
3 Trump über Merkel, Aleppo und Nuklearwaffen Der Zerfall der EU ist...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Auf die Frage, ob sie in ihrer Zeit als französische Finanzministerin den Geschäftsmann Bernard Tapie bevorzugt habe, sagte die 60-Jährige in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview des Senders France 2: «Überhaupt nicht.»

Lagarde wird vorgeworfen, durch fahrlässiges Handeln in ihrer Zeit als französische Finanzministerin eine Veruntreuung öffentlicher Gelder ermöglicht zu haben. Sie gab 2007 grünes Licht für ein Schiedsverfahren, das dem Geschäftsmann Tapie mehr als 400 Millionen Euro zusprach. Inzwischen ermittelt die Justiz wegen des Verdachts auf Betrug gegen mehrere Beteiligte.

Lagarde sagte, sie sei «zuversichtlich und entschlossen». «Fahrlässigkeit ist ein Delikt ohne Vorsatz», sagte die IWF-Chefin. «Ich denke, wir sind alle irgendwo in unserem Leben etwas fahrlässig. Ich denke, ich habe versucht, meine ganze Arbeit zu machen, so gut wie möglich, in den Grenzen dessen was ich wusste.» Sie bestritt auf Nachfrage auch, im Fall Tapie auf Anweisung des damaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy gehandelt zu haben.

Der Prozess gegen Lagarde beginnt am Montagnachmittag. Sollte sie wegen Fahrlässigkeit im Amt verurteilt werden, drohen ihr bis zu ein Jahr Gefängnis und 15'000 Euro Strafe. (SDA)

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 12.12.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden