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Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts suchen nach dem EHEC-Erreger. (Keystone)
Die deutschen Gesundheitsbehörden entlasteten Gurken, Tomaten und Salat. Dafür stehen seit heute Sprossen unter dringendem Verdacht, den Killer-Keim EHEC, der schon 32 Menschenleben kostete, unter die Leute zu bringen. Die Behörden begründeten ihre Erkenntnis mit Untersuchungen in Restaurants und Kantinen, in denen EHEC-Erkrankte Sprossen gegessen hatten, und mit den Ergebnissen aus der Überprüfung von Lieferwegen.
Die Spuren führten zu einem Sprossen-Erzeuger in Niedersachsen. Doch auf den Sprossen selbst konnte der Erreger bisher nicht nachgewiesen werden. Wissenschaflern in Nordrhein-Westfalen ist es gemäss Informationen des deutschen Online-Dienstes «Spiegel.de» jetzt gelungen, den EHEC-Erreger auf Sprossen des verdächtigen Biohofs im Landkreis Uelzen zu finden.
Wie kam die Seuche zum Betrieb?
Allerdings war die Packung bereits geöffnet und befand sich in einem Abfall-Kübel eines Haushalts in Rhein-Sieg-Kreis (Bundesland Nordrhein-Westfalen). Zwei der dort lebenden Personen hatten Sprossen verzehrt und erkrankten an EHEC-Bakterien.
Mit dem Fund ist erstmals eine ununterbrochene Verbindung zwischen EHEC-Sprossen aus dem verdächtigen Betrieb und erkrankten Personen hergestellt.
Wie die Seuche auf den Biohof gelangen konnte, ist noch unklar. Uta Kaltenbach, Geschäftsführerin des Betriebs, weiss: «Der EHEC-Keim kommt im Darm von Wiederkäuern vor.» Allerdings gebe es davon keine auf dem Hof. Ist eine verunreinigte Wasserquelle schuld? Hat ein infizierter Mitarbeiter die Sprossen verseucht? Fest steht: Bei einer Angestellten wurde eine EHEC-Erkrankung festgestellt.
Inzwischen hat sich die EHEC-Epidemie in Deutschland etwas entschärft. Die Zahl der Neuerkrankungen in stark betroffenen Bundesländern wie Niedersachsen und Hamburg nahm ab. Die Lage entspanne sich langsam, sagte heute der Präsident des an den Ermittlungen beteiligten Robert-Koch-Instituts RKI. Trotzdem: «Der Ausbruch ist noch nicht vorbei», so der RKI-Präsident. (noo/SDA)
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Sie warens nicht: EHEC-freie Gurken. (sda)