Flugzeugunglück Fluggesellschaft LaMia verliert nach Absturztragödie die Lizenz

La Paz Medellín – Die bolivianische Regierung hat der Fluggesellschaft LaMia nach der Absturztragödie in Kolumbien die Lizenz entzogen. Das teilte der zuständige Minister Milton Claros am Donnerstag an einer Medienkonferenz in La Paz mit.

Flugzeugunglück Kolumbien: Fluggesellschaft LaMia verliert Lizenz play
Im Stadion im kolumbianischen Medellin, in dem die verunglückte Fussballmannschaft Chapocoense hätte spielen sollen, versammelten sich Fans, Polizisten und Soldaten zum Gedenken. KEYSTONE/EPA EFE/MAURICIO DUENAS CASTANEDA

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Mitten in New York Gelegenheit macht Diebe
2 Michael «Jim» Delligatti (†98) Schöpfer des Big Macs ist tot
3 Nach russischem Luftangriff Der letzte Clown von Aleppo ist tot

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
3 shares
Fehler
Melden

Zudem werde geprüft, warum der Charterfluggesellschaft überhaupt die Lizenz erteilt worden sei. Entlassen wurde auch die Spitze der nationalen Luftfahrtbehörde.

«Wir haben die Entscheidung getroffen, dass wir eine lückenlose, Untersuchung einleiten, auf die die Führungskräfte keinen Einfluss nehmen sollen», sagte Minister Claros zur Begründung. Bei dem Absturz am 28. November im Landeanflug auf den Flughafen der kolumbianischen Stadt Medellín starben 71 Menschen, sechs Passagiere überlebten.

Inzwischen war der Funkverkehr zwischen Piloten und dem Tower des Flughafens bei Medellín bekannt geworden, der dramatische Szenen unmittelbar vor dem Absturz am Montagabend offenbart. .«Flug LaMia 2933 hat Totalversagen, totales elektronisches Versagen, kein Treibstoff», sagt der Sprecher, bei dem es sich um den Piloten handeln soll.

Bereits zuvor habe der Pilot den Kontrollturm darum gebeten, wegen «Treibstoffproblemen» bei der Erteilung der Landegenehmigung bevorzugt zu werden, geht aus dem Mitschnitt hervor. Der Kontrollturm am Flughafen Medellín kam dieser Bitte nach, dann brach aber der Funkkontakt ab.

Es wird spekuliert, dass der Miteigentümer der Airline, der als Pilot mit an Bord war, aus Spargründen auf einen Tankstopp verzichtet haben könnte.

Die Chartermaschine vom Typ British Aerospace 146 war in den Bergen im Nordwesten Kolumbiens abgestürzt. Sie war vom brasilianischen Club Chapecoense gechartert worden, der zum Finalhinspiel um den Südamerika-Cup gegen den Club Atlético Nacional aus Medellín antreten sollte. (SDA)

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert um 11:08 Uhr
teilen
teilen
3 shares
Fehler
Melden