Farc pochen auf Tausch-Geschäft Flug ins Feilschen um Betancourt

  • Publiziert: 04.04.2008, Aktualisiert: 02.01.2012
play Hoffnung für Betancourt? Frankreich schickte einen Flieger nach Kolumbien. (AP)

BOGOTÁ – Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) haben bekräftigt, ihre Geiseln nur im Austausch gegen Rebellen freizulassen. Dabei gehts vor allem um Ingrid Betancourt.

Die Farc lasse Gefangene nur frei, wenn auch Mitglieder der Guerilla aus kolumbianischen Gefängnissen entlassen würden. Das erklärte der hochrangige Farc-Kommandant Rodrigo Granda in einer gestern veröffentlichten Mitteilung.

Darin schreibt Granda weiter, es sei «indiskutabel», dass von der Farc noch mehr Friedensbekundungen verlangt würden. Denn die Guerilla habe bereits wiederholt ihren Willen zur Beilegung des Konflikts bewiesen.

Der Farc-Kommandant selbst wurde erst im vergangenen Juni aus einem kolumbianischen Gefängnis entlassen.

Derzeit bemüht sich besonders Frankreich um die Freilassung der vor sechs Jahren entführten französisch-kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt (siehe Kasten). Berichten zufolge ist Betancourt in sehr schlechter gesundheitlicher Verfassung. (SDA)

Flugzeug zur Rettung Betancourts in Bogotá

PARIS – Frankreich hat einen neuen Anlauf zur Rettung von Ingrid Betancourt unternommen: Gestern landete ein französisches Flugzeug in Bogotá – an Bord waren laut «Le Temps» auch zwei Schweizer. Die Erfolgsaussichten der Aktion sind jedoch völlig unklar.

Eine nicht abgesprochene Annäherung ausländischer Vertreter an Lager der Rebellen stellt nach Einschätzung von Beobachtern in Bogotá ein erhebliches Risiko für die Geiseln dar. Die Rebellen könnten dies für einen Befreiungsversuch halten und ihre Drohung wahr machen, ihre Geiseln zu erschiessen.

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