Flüchtlings-Proteste in Idomeni: Aktivisten streuen Gerüchte um Grenzöffnung

Aufregung im Elendslager von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze: Hunderte Migranten versammelten sich am Sonntag um die Mittagszeit vor dem mazedonischen Zaun und forderten lautstark die Öffnung der Grenze für Flüchtlinge. Sind sind Opfer von Falschinfos.

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Wirre Szenen im Elendslager von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze: Hunderte Migranten versammelten sich am Sonntag um die Mittagszeit vor dem mazedonischen Zaun und forderten lautstark die Öffnung der Grenze für Flüchtlinge.

«Wir haben gehört, die Grenze geht heute auf», sagte ein aus Syrien stammender Flüchtling im griechischen Rundfunk. Viele Menschen hielten weisse Tücher in der Hand, um zu symbolisieren, dass sie friedlich unterwegs sind, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete.

Bereits am Vortag hatten Unbekannte Gerüchte unter den Menschen in Idomeni verbreitet, Deutschland werde Tausende Schutzsuchende aus dem Elendslager aufnehmen. Die Polizei informierte mit Lautsprechern auf Arabisch und Farsi, dass die Gerüchte nicht stimmten und die Grenze nicht geöffnet werde, berichteten Augenzeugen.

Aktivisten berichten zudem, dass die Polizei die Zufahrtsstrasse zum Flüchtlingscamp in Idomeni gesperrt habe.

Im provisorischen Lager in Idomeni harren noch immer 11'600 Flüchtlinge aus, obwohl die Länder entlang der Balkanroute die Grenzen dichtgemacht haben. Griechenland bemüht sich, die Flüchtlinge zu überreden, in offizielle Lager umzusiedeln. Ein Sprecher der Behörde, die den Einsatz koordiniert, sagte, einige Menschen würden bei den Flüchtlingen «falsche Hoffnungen» wecken.

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» erklärt, sein Land könnte bei einer «koordinierten Aktion mehrerer Bundesländer» 1000 bis 2000 Flüchtlinge aus Idomeni aufnehmen. Voraussetzung sei, dass die Bundesregierung in Visafragen und bei der Logistik helfe. Ob die Gerüchte in Idomeni auf diese Äusserungen zurückgingen, ist unklar. (rey/sda)

Publiziert am 27.03.2016 | Aktualisiert am 31.03.2016
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Klavier im Flüchtlingslager Kunstaktion von Ai Weiwei in Idomeni

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3 Kommentare
  • olivia  meierhans 27.03.2016
    Ich verstehe einfach nicht, wieso diese Leute immer noch in dem Lager sind. Ihnen wurden ja Busse nach Athen angeboten und sie sollten sich endlich!!! registrieren lassen. Ist denn Europa wirklich ein Wunschkonzert geworden und denken diese Menschen, dass sie einfach endlos fordern können? Ein Mensch, der an Leib und Leben bedroht ist, soll beschützt werden, aber nicht einfach fordern (nicht wünschen), wohin er in Europa will. Das kommt noch ganz schlimm wenn es so weiter geht.
  • Othmar   Huber 27.03.2016
    Die griechische Regierung wäre gut beraten, wenn Sie das ganze "Asyl-Problem" mit einem Aufgebot der militärischen Einsatzkräfte beantwortet und diese "Helfer" und Aktivisten aus Griechenland ausweist und Aktiv eingreift. Ja es gibt sicher viele Helfer, die guten Willens sind. Aber es gibt auch viele aktive politische Fanatiker und gelenkte "Asylspezialisten" die dafür sorgen sollen, dass die von den Schleppern in Unglück getriebene, Hoffnung haben ihr Ziel doch zu erreichen.
  • tom  weber aus bern
    27.03.2016
    Millionen die nicht flüchten können und zu Hause den Wiederaufbau vorantreiben _!!!!