Flüchtlinge frieren weiter Ungarn lehnt Grenzöffnung ab

BELGRAD - Tausende Flüchtlinge harren bei Minusgraden in Serbien aus in der Hoffnung bald in die EU einreisen zu dürfen. Der ungarische Aussenminister lehnt dies aber ab.

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Die Flüchtlingen frieren derzeit bei Belgrade bei Minusgraden. REUTERS/Marko Djurica

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Ungarn hält nichts von einer Grenzöffnung für Flüchtlinge, die bei Eiseskälte in Serbien ausharren. Um schnell Hilfe zu bekommen, sollten sich die Menschen in Serbien registrieren lassen und dort in Unterkünfte gehen, sagte Aussenminister Péter Szijjártó der «Welt».

«Das wollen viele aber nicht, weil sie später in einem anderen Land Asyl beantragen wollen», sagte Szijjártó. Es sei jedoch kein grundlegendes Menschenrecht, «dass Menschenmassen durch sichere Länder marschieren und auswählen, in welchem Land sie leben möchten».

Ungarn habe in dieser Frage immer einen klaren Standpunkt vertreten. «Wir lassen keine illegale Weiterreise durch unser Land zu», sagte der Aussenminister der Zeitung.

Der Politiker kritisierte zugleich den Plan Deutschlands, die Grenzkontrollen im Schengen-Raum über den Februar hinaus zu verlängern. «Mein Wunsch wäre, dass Deutschland die Kontrollen nicht verlängert. Aber dazu müssten alle betroffenen Länder die EU-Aussengrenzen so schützen wie wir.» Wenn Schengen sterbe, dann sterbe die offene Wirtschaft, unter anderem wegen langer Wartezeiten für Lastwagen mit Wirtschaftsgütern.

Ungarn hat sich unter dem rechts-nationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban mit Zäunen, Rückschiebungen und anderen restriktiven Massnahmen gegen Flüchtlinge weitgehend abgeschottet.

Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen halten sich in Serbien laut inoffiziellen Informationen der dortigen Behörden mehr als 8500 Flüchtlinge auf. In den Aufnahmezentren des Landes sind laut offiziellen Angaben 6000 Plätze verfügbar, davon aber nur 3140 winterfeste. (SDA)

Publiziert am 14.01.2017 | Aktualisiert am 14.01.2017
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21 Kommentare
  • german  schnyder aus erschmatt
    14.01.2017
    Die EU idt doch ein miserables gebilde und laesst all die wirtschafts fluechtlinge-rein- geht die wirtschafts fluechtlinge noch auf dem mittel meer abholen
    Ohne die Geplagten Einheimische zu fragen
    Die Einheimischen muessen das alles bezahlen was diese miesen EU regierungen beschliessen.
    Hilft doch den wirtschafts fluechtlingen vot Ort ,aber keinesfalls abholen
    Danke Ungarn fuer die grenzen schliessen.
    Wirtschafts fluechtlinge muessen wissen das fuer sie in europa keine arbeit ist.
  • Andreas  N. aus Zürich
    14.01.2017
    Ein Bravo dem ungarischen Aussenminister. Die Flüchtlinge sind selber schuld, wenn Sie sich nicht in Serbien registrieren lassen. So müssen die eben mit der Kälte leben. Ein weiteres Indiz, dass diese Flüchtlinge einfach darauf aus sind, sich nicht nur damit zufrieden zu geben in Sicherheit zu sein. Ergo: Wirtschaftsflüchtlinge.
    • Adrian  Gerber aus Aarberg
      14.01.2017
      Die Flüchtlinge sind also selber Schuld, dass es in Syrien einen Bürgerkrieg gibt? Schlussendlich geht es nur um das liebe Geld. Wenn man dies so sieht, könnte man dies auch offen schreiben und nicht die Fakten leugnen.


  • Spyridon  Charelas 14.01.2017
    Ausgerechnet Ungarn. Sie haben sehr schnell vergessen, dass Sie auch mal Flüchtlinge waren und in alle möglichen Länder Europas geflüchtet sind. Diese Politik, die Kommentare und auch die Anzahl der Daumendrücker, gibt mir sehr zu denken. Hauptsache uns geht es gut. Dass es sich hierbei um Menschen handelt die einen grausamen Krieg hinter sich gelassen haben, scheint niemandem zu interessieren. Da dann, gute Nacht Menschlichkeit.
  • Andreas  Inderbitzin aus Brunnen
    14.01.2017
    Ungarn macht das völlig richtig. Die Wirtschaftsflüchtlinge wollen ja auch nicht in Ungarn bleiben sondern weiter nach Deutschland weiterreisen. Würde Ungarn die Menschen reinlassen würden sie einfach in Ungarn frieren weil sie ja doch nicht weiter kommen würden. Dazu kämen dann noch die Vorwürfe, dass Ungarn die Migranten nicht zurück gehalten hat, genau wie es Deutschland mit der Schweiz ja auch macht.
  • willi  Frischknecht 14.01.2017
    Es ist ja nicht so, dass sich niemand um Flüchtlinge kümmern würde. Es handelt sich um Reisende die schon in Griechenland in EU einreisten und sich weder dort noch in Serbien oder Ungarn registrieren wollen. Sie wollen in ihr Wunschland und damit haben sie ihr Schicksal selber gewählt. Genau das gleiche wie Ungarn erleben wir ja an unserer Südgrenze nur unsere Grenze ist leider nicht dicht für Durchreisende.