Flüchtlinge: Flüchtlings-Hotspots stehen laut der EU bald bereit

Berlin – Die in Griechenland und Italien geplanten Zentren zur Registrierung von Flüchtlingen sollen nach Worten des EU-Flüchtlingskommissars Dimitris Avramopoulos in vier Wochen einsatzbereit sein.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Terror-Anschlag am Atatürk-Flughafen Das sind die Opfer von Istanbul
2 Sechs Kleinkinder kamen ums Leben Ikea ruft Millionen Killer-Kommoden...
3 Deutsche Polizei feiert «Held des Tages» Flüchtling (25) gibt...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

In diesen sogenannten Hotspots sollen künftig alle ankommenden Flüchtlinge registriert werden, um sie anschliessend in der Europäischen Union zu verteilen. Dazu gehört auch, ihnen Fingerabdrücke zu nehmen und ihre Daten in einer EU-Sicherheitsdatei zu überprüfen.

Avramopoulos räumte im Gespräch mit der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag) ein, dass es angesichts der zunehmend heftigen Debatte um den richtigen Kurs nötig sei, schnell zu handeln. «Wir haben nicht mehr als vier Wochen Zeit, um an den Grenzen Ergebnisse zu erzielen», betonte der Kommissar vor allem mit Blick auf die politisch angespannte Lage in Deutschland.

Ein Ende des grossen Zustroms an Flüchtlingen sei noch nicht absehbar, sagte Avramopoulos. Er sei im Gegenteil besorgt, dass «in den nächsten Monaten die Zahlen noch höher sein werden». Er warnte jedoch davor, den Schengen-Raum anzutasten.

«Länder wie Griechenland aus dem Schengen-Raum auszuschliessen, wird das Problem nicht lösen», sagte Avramopoulos mit Blick auf Bemühungen in Wien und Berlin, strenge Grenzkontrollen entlang der Grenzen von Slowenien, Kroatien und Österreich einzuführen. «Das wird überhaupt nicht helfen, die Flüchtlinge werden trotzdem kommen», fügte er hinzu.

Wer einzelne Länder ausschliessen wolle, der riskiere vielmehr, dass die europäische Krise weiter verschärft werde. «Der Ausschluss würde den Anfang vom Ende Schengens markieren. Wir hätten Schneeballeffekte, es wäre der Beginn des Endes von Europa». (SDA)

Publiziert am 19.01.2016 | Aktualisiert am 19.01.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden