Flotte Hilfe oder Hilfe für Flotte?

  • Publiziert: 09.00 Uhr, Aktualisiert: 03.01.2012
play Die «Dallas» kreuzt vor istanbul. (Reuters)

ISTANBUL – Die USA entsenden den Kutter «Dallas» mit humanitären Gütern nach Georgien. Die Aktion birgt weiteren Zündstoff mit der Beziehung zu Russland.

Die «Dallas» ist das zweite US-Schiff auf dem Weg nach Georgien. Der Zerstörer «USS McFaul» ist bereits im Schwarzmeer-Hafen von Batumi eingelaufen. Noch diese Woche soll mit der «USS Mount Whitney» von der Sechsten US-Flotte das dritte Boot folgen.

Die Schiffe sollen lediglich humanitäre Hilfe zukommen lassen, nachdem sich Georgien und Russland sowie die von Georgien abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien kriegerische Auseinandersetzungen lieferten. Russland mag an diese Darstellung allerdings nicht glauben.

General Anatoli Nogowistin, Vize-Chef des Generalstabs in Moskau, sagte am Samstag, die Hilfslieferungen dienten zur «Verschleierung» eines Aufbaus von Marine-Einheiten der USA im Schwarzen Meer. «Ich glaube nicht, dass dies zur Stabilisierung der Lage beiträgt», sagte Nogowistin. Nach dem US-Raketen-Schutzschild in Polen fühlt sich Russland zunehmend von Amerika bedroht (Blick.ch berichtete). Und schlägt – bisher nur verbal – zurück. (SDA/zeb)

Föderationsrat für Unabhängigkeit Südossetiens

MOSKAU – Der russische Föderationsrat hat sich für eine Anerkennung der Unabhängigkeit der von Georgien abtrünnigen Gebiete ausgesprochen. Präsident Dmitri Medwedew solle die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anerkennen, forderte das Oberhaus bei einer Abstimmung heute in Moskau.

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