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Sherry Sullivan beruft sich für ihre Klage gegen den greisen kubanischen Staatschef auf ein Anti-Terror-Gesetz aus dem Jahre 1996. Dieses sieht Entschädigungszahlungen für Opfer von Staaten vor, denen die Förderung von Terroristen nachgewiesen werden kann. Ihren Anspruch richtet Sullivan direkt an Fidel Castro und dessen Bruder, den kommissarischen Staatschef Raul Castro, sowie gegen die kubanischen Streitkräfte und den Staat selbst.
Der Vater der Klägerin, Geoffrey Francis Sullivan, flog Ende 1963 in geheimer Mission über Kuba. Da schossen ihn die Streitkräfte des Inselstaates ab. Seine Tochter aus dem US-Staat Maine vermutet, dass der damals 29-Jährige in kubanische Gefangenschaft geriet und als politischer Häftling ums Leben kam, möglicherweise sogar hingerichtet wurde.
Der Pilot war zuvor auch bei einer Bombardierung Kubas im Einsatz gewesen. Von den Sozialbehörden wurde Sullivan inzwischen für tot erklärt. Bei den Streitkräften ist er als «vermisst im Kampf» registriert.
Die Klageschrift wurde inzwischen ins Spanische übersetzt und den Beschuldigten per Einschreiben zugestellt, wie Staatsanwältin Nancy Mills mitteilte. Ob die Briefe bei den Empfängern eingingen, war zunächst unklar. Der seit längerem kränkelnde Máximo Leader hat derzeit sowieso andere Sorgen. (AP/hhs)