«Fickt euch» Philippinischer Präsident beleidigt EU-Parlament

MANILA - Nach dem Papst, US-Präsident Obama und den Vereinten Nationen ist nun auch das EU-Parlament Zielscheibe des vulgär redenden philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte geworden. «Fickt euch», kommentierte er am Dienstagabend eine Resolution vom 15. September.

Philippinen: Rodrigo Duterte beleidigt nun auch das EU-Parlament play
Das EU-Parlament ist das jüngste Ziel einer Beleidigung des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte. Mit den Worten «Fickt Euch» quittierte er die Kritik des europäischen Gremiums an seiner Drogenpolitik, die bereits hunderten Menschen das Leben gekostet hat. KEYSTONE/EPA PPD/KING RODRIGUEZ / PPD / HANDOUT

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In der Resolution äussern sich die Parlamentarier besorgt über die hohe Zahl von Drogenverdächtigen, die seit Dutertes Amtsantritt in Polizeigewahrsam umgekommen sind. Sie ermahnen die Regierung Dutertes, die Menschenrechte einzuhalten und fordern eine Untersuchung der Todesfälle.

Der 71-jährige Duterte ist mit einem kompromisslosen Anti-Drogen-Programm angetreten und hat Dealern offen mit dem Tod gedroht. Seit seinem Amtsantritt Ende Juni sind mehr als 1400 bei Polizeieinsätzen ums Leben gekommen.

Vor einem Parlamentsausschuss bezichtigte ein Auftragskiller Duterte vergangene Woche, als langjähriger Bürgermeister von Davao persönlich die Ermordung von Kleinkriminellen angeordnet zu haben.

Duterte ist für seine unflätige Sprache berüchtigt. Er nannte den Papst einen Hurensohn, weil er bei dessen Besuch in Manila 2015 stundenlang im Stau stand. Obama beleidigte er mit dem gleichen Ausdruck, weil der bei einem bilateralen Treffen auf die umstrittene Anti-Drogenpolitik zu sprechen kommen wollte. Obama sagte das Treffen kurzfristig ab.

Publiziert am 21.09.2016 | Aktualisiert am 22.09.2016
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28 Kommentare
  • Annemarie   Setz 21.09.2016
    Man muss kein Freund der EU sein, aber die Wortwahl eines Staatschefs ist nur noch primitiv. Dass er energisch gegen Kriminalität vergeht ist verständlich, aber mit dem Töten von Kleinkriminellen und Drögelern, wie sie nachher auf den Strassen von Manila herum liegen ist niemandem geholfen. Endlich finden müsste man die reichen Hintermänner der Drogenkartelle und diese dran nehmen. Ich kann die Kommentatoren nicht verstehen, die einen solche Typen wie Duterte gut finden.
    • hanspeter  kobelt 22.09.2016
      Sie muessen es ja nicht verstehen, sondern sich nur bei den richtigen Quellen erkundigen. Dann wissen Sie, dass Ihre Annahme falsch ist. Von Kleinkriminellen bis Drogenbosses und -Lords wird jetzt alles aufgeraeumt. Bitte mehr als Assoc.Press lesen....
  • Paul  Meier 21.09.2016
    Duterte hat recht. Das geht die EU jetzt aber gar nichts an. Immerhin ist Duterte gewählt worden, ganz im Gegensatz zu den EU-Schwätzern. Wenn EU und US nicht immer auf der ganzen Welt sich einmischen würden, wäre vieles besser.
  • Mike  Studer 21.09.2016
    Wie konnte das nur passieren, dass so einer Präsident wird. War es ein Putsch?
    Nein, er wurde demokratisch mit 15 Prozent Vorsprung gewählt und das insbesondere, weil er ein rigoroses Vorgehen gegen Drogenbarone angekündigt hat.
    Seit 1988 war er mit Unterbrüchen Stapi von Davao, damals berühmt als die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate.
    Heute gehört Davao zu den sichersten Städten weltweit, hatte 2014 das höchste BIP Wachstum und zählt zu den 5 reichsten Städten der Philippinen
  • hanspeter  kobelt 21.09.2016
    Endlich ein Politiker, der macht, was er verspricht! Da koennten wohl einige in Europa was davon lernen. Und, er hat Erfolg in seinem Kampf gegen die Drogen, die Korruption etc. Dass die immer noergelnden Menschenrechtsleute alles etwas aufbauschen und auch verdrehen, ist ja schon lange bekannt. Dass sich die EU-Politiker nun des Falles "Philippinen" annehmen, ist ein Hohn! Die schaffen es ja nicht einmal, ihr Fluechtlingsproblem zu loesen! Lasst den Mann in Ruhe!
  • hanspeter  kobelt 21.09.2016
    Endlich ein Politiker, der macht, was er verspricht! Da koennten wohl einige in Europa was davon lernen. Und, er hat Erfolg in seinem Kampf gegen die Drogen, die Korruption etc. Dass die immer noergelnden Menschenrechtsleute alles etwas aufbauschen und auch verdrehen, ist ja schon lange bekannt. Dass sich die EU-Politiker nun des Falles "Philippinen" annehmen, ist ein Hohn! Die schaffen es ja nicht einmal, ihr Fluechtlingsproblem zu loesen! Lasst den Mann in Ruhe!