Feministin Schwarzer heizt Flüchtlings-Debatte auf: Sex-Mob ist «das Produkt einer falschen Toleranz»

Mit jeder neuen Anzeige durch Opfer des Sex-Mobs wächst in Deutschland die Entrüstung über die Schand-Nacht von Köln. Die Stimmung gegenüber den Flüchtlingen droht zu kippen.

Alice Schwarzer, Feministin. play
Bezeichnet den Grapsch-Mob als «Produkt einer falschen Toleranz»: Alice Schwarzer. ddp

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Ist das deutsche «Sommermärchen» um die Willkommens-Kultur für Flüchtlinge endgültig vorbei? Grund dafür ist ein Mob von Männern, wohl alkoholisiert und komplett enthemmt, der in der Silvesternacht im Zentrum von Köln Dutzende Frauen anpöbelte, belästigte, bestahl und begrapschte. Die Ereignisse schockieren ein ganzes Land. Die Reaktionen darauf fallen teils heftig aus.

Noch immer ist kaum etwas über die Täter bekannt. Erste Zeugen sprachen aber von Männern aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum. Das reicht bereits, um die Debatte über Migration und die Aufnahme von Flüchtlingen weiter anzuheizen.

«Opfer können die Täter nicht identifizieren»

Eine, die bereits kurz nach bekannt werden der Geschehnisse mit ihrer Meinung nicht zurückhielt, ist die Feministin Alice Schwarzer (73). Diese jungen Männer seien das triste Resultat «einer gescheiterten, ja nie auch nur wirklich angestrebten Integration», schreibt Schwarzer auf ihrer Internet-Seite. Sie bezeichnet die Schand-Taten als das «Produkt einer falschen Toleranz». Die Mehrheit der Täter würde davon träumen, «Helden zu sein wie ihre Brüder in den Bürgerkriegen von Nordafrika und Nahost». Jetzt spielten sie Krieg mitten in Europa.

Kundgebungen gegen «Schattenseiten der Masseneinwanderung»

Auch von anderer Stelle wurde der Ton gegenüber Ausländern umgehend verschärft. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer forderte umgehend die sofortige Abschiebung von Flüchtlingen, die Frauen sexuell belästigen. Und rechtsextreme Gruppierungen wie Pegida oder die Partei «Pro NRW» haben für heute in Köln Kundgebungen gegen die «Schattenseiten der Masseneinwanderung» angekündigt.

Kriegsähnliche Szenen auf dem Kölner Domplatz

Nicht beirren von den unmittelbaren Reaktionen lässt sich Angela Merkel (61). Nur wenige Stunden vor den Grapsch-Attacken beschwor die deutsche Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache am Fernsehen ein «mitmenschliches und weltoffenes» Land. Merkel gilt als Symbolfigur für den im vergangenen Sommer eingeschlagenen Weg in der Flüchtlingskrise.

Unter dem Motto «Wir schaffen das» hält sie konsequent an einer toleranten Asylpolitik fest. Daran soll auch die Kölner Silvesternacht nichts ändern. Über ihren Sprecher liess Merkel aber verlauten, es müsse alles daran gesetzt werden, die Schuldigen so schnell wie möglich zu ermitteln und ohne Rücksicht ihrer Herkunft oder ihres Hintergrunds zu bestrafen. (cat)  

Publiziert am 06.01.2016 | Aktualisiert am 06.01.2016
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Nach Horror-Nacht von Köln Deutschland in Angst vor dem Grapscher-Mob

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138 Kommentare
  • Anna  Rusch 07.01.2016
    Warum beantragen immer mehr Frauen den Waffenschein? Darum!
  • Bobby  Unruhe aus Thun
    06.01.2016
    ... aber jetzt mal Ehrlich. Was herrscht in Köln für eine Zivilcourage ? Sind wir wirklich so weit, dass niemand mehr HINSTEHT wenn jemand um Hilfe bittet oder um Hilfe schreit ? Da braucht man nicht einmal aus dem C-Klassen Umfeld zu kommen um solches vor Ort in Echtzeit zu regeln. Unglaublich.
    • Rolf  Hess 07.01.2016
      Wenn Sie dann vom Mob zusammengehauen werden und auf der Notfallstation noch zusammengeflickt werden können, sprechen Sie dann mit gebrochenen Knochen nicht mehr so viel, wie Sie hier schreiben. Frauen sollten an grössere Anlässe alle Pfeffersprays mitnehmen dürfen oder müssen, damit sie sich gemeinsam gegen die Testosteron gesteuerten geistig armen Leute wehren können.
    • Rosmarie  Möckli aus Felben-Wellhausen
      07.01.2016
      Es ist wirklich sehr naiv zu glauben,dass 100 Polizisten gegen 1000 Asylanten etwas unternehmen kennen!Wir haben Glück,wenn sich dies in nächster Zukunft nicht immer wiederholt,bis bei uns der Rechtsstaat total kapitulieren muss.Die sogenannten "Flüchtlinge"den Linken sei DANK haben schon bei den Grenzübergängen gemerkt,dass sich eine Masse nicht aufhalten lässt!!Armes Westeuropa!!
  • Peter  Wegmüller 06.01.2016
    Ich bin nicht Fan von dieser Frau, aber wo sie recht hat, hst sie recht. Deutschland hat die Kontrolle schon lange verloren, sie wissen es nur noch nicht
  • Bernd  Schweizer 06.01.2016
    Oh, ich bezweifle, dass die Rot-Grünen erwachen werden. Das geht so lange weiter, bis sie selbst Opfer sind. Dann wird über den untätigen, unfähigen Staat gewettert. Es ist schon zu spät, willkommen in der Realität.
  • german  schnyder aus erschmatt
    06.01.2016
    Als ich Blick vor 6monaten von versuchten Vergewaltigungen durch Asylbewerber zu berichten in Visp
    Sagte man mir
    Das sei nicht so schlimm
    Ebenfalls das Fernsehen wollte nix berichten
    Und jetzt
    Und jetzt?????