Felix Baumgartner sorgt mit Anti-Flüchtlings-Post für Wirbel «Orban hätte den Friedensnobelpreis verdient»

Der in der Schweiz wohnhafte Extremsportler Felix Baumgartner (46) exponiert sich mit strittigen Äusserungen zur Flüchtlingskrise. Seine Fan-Gemeinde reagiert gespalten.

«Fürchte mich nicht vor einem Shitstorm»: Felix Baumgartner holt zum Rundumschlag aus. play

«Fürchte mich nicht vor einem Shitstorm»: Felix Baumgartner holt zum Rundumschlag aus.

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Keine Frage, Felix Baumgartner ist ein Mann fürs Extreme. Im österreichischen Bundesheer diente der Salzburger als Panzerfahrer und Fallschirmspringer. Nachdem er frühzeitig aus der Armee entlassen wurde, folgte ein kurzer Exploit als Profiboxer.

Im Alter von 28 kam der Entschluss, sich als professioneller Basejumper von Felswänden zu stürzen, was ihn schliesslich zu seiner bisher grössten sportlichen Errungenschaft führte: dem Rekordsprung aus der Stratosphäre vor vier Jahren.

Spektakulärster Sprung aller Zeiten aus der Ego-Perspektive

Dieser Hang zum Extremen äussert sich beim 46-Jährigen allerdings nicht nur im Sport, sondern zuweilen auch in seinen politischen Ansichten.

Im Jahr 2012, nur zwei Wochen nach seinem Stratosphären-Sprung, sorgte der Österreicher für Aufsehen, als er in einem Interview mit der «Kleinen Zeitung» eine «gemässigte Diktatur» forderte.

«Merkel ist nicht die Lösung, sondern das Problem»

Nun ist der Extremsportler erneut mit kruden Äusserungen aufgefallen. Diesmal auf Baumgartners Agenda: die Flüchtlingskrise in Europa.

In einem längeren Text, den er heute Morgen auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, lässt sich der Österreicher über Asylsuchende, Angela Merkel und die Europäische Union aus – und outet sich ganz nebenbei als Fan des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban.

«Der Staat hat die Pflicht, das Volk zu schützen und die Sicherheit im eigenen Land zu gewährleisten», schreibt Baumgarnter. «Wenn Hunderttausende Flüchtlinge – auch ohne Waffen – unser Land unterwandern, ist das nicht weniger gefährlich. Unsere derzeitige Regierung wusste seit Jahren, dass dieses Problem existiert, hat dabei tatenlos zugesehen und ist somit vollumfänglich schuldig. Genauso wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die mit ihrer desaströsen Willkommenspolitik mittlerweile nicht mehr die Lösung, sondern das Problem selbst ist. (...) Die EU sieht dabei tatenlos zu und zeigt einmal mehr, dass sie kläglich gescheitert ist.»

Für diesen Post gabs ordentlich Spott. play
Für diesen Post gabs ordentlich Spott. Screeshot Facebook

Statt an Merkel solle sich Europa am Rechtspopulisten Orban orientieren, so Baumgartners Vorschlag, . «Wenn man bedenkt, dass Barack Obama Friedensnobelpreisträger ist (...), dann sollte man dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban auch einen Friedensnobelpreis verleihen. Denn er hat das einzig Richtige getan. Sein Land und sein Volk, das ihn gewählt hat, zu schützen!»

«Fürchte keinen Shitstorm»

Anlass für die Ausschweifungen war ein mittelschwerer Shitstorm, der sich nach einem ebenfalls gegen Flüchtlinge gerichteten Facebook-Post Baumgartners gestern zusammengebraut hatte (siehe kleines Bild).

Der 46-Jährige hatte ein Bild mit dem Spruch «Ein Land, in dem Angeln ohne Angelschein rechtlich bestraft wird und Menschen ohne Pass die Grenze überqueren, können nur Idioten regieren» geteilt und darunter geschrieben: «Das ist doch mal ne Aussage!»

Neben viel Zuspruch hatte Baumgartner dafür massig Kritik und eine ordentliche Portion Spott geerntet. Einige beleidigten den Wahlschweizer als Nazi oder nannten ihn einen Steuerflüchtling.

Das wollte sich Baumgartner offenbar nicht auf sich sitzen lassen – und holte sogleich zum Rundumschlag gegen seine Kritiker aus. Einen Shitstorm fürchte er nicht – dieser sei «die Rache der Schwachen». Ob er sich damit einen Gefallen tut, ist fraglich. Dass er als Wahlschweizer ohne Schweizer Pass hierzulande ebenfalls nur Gast ist, scheint er bei seinen populistischen Äusserungen jedenfalls vergessen zu haben. (gr)

Publiziert am 26.01.2016 | Aktualisiert am 06.09.2016
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Heli-Drifting Heli-Drifting: Hier kommt Felix Baumgartners neuster Streich!

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19 Kommentare
  • clint  steel 27.01.2016
    Früher hätte man Seine Meinung als; Bodenständig ; verstanden. Heute wird solch eine Meinung als , Rechtsextrem betitelt.
    Ich finde wir sollten alle wieder etwas Bodenständiger denken sowie der Felix halt.
  • Anna  Rusch 27.01.2016
    Gestern entsetzten sich genau diese Schreiber über die C-Promis Kampagne, die heute einem mutigen Zeitgenossen ans Bein pinkeln! Fakt ist, dass der Mann recht hat in jeder Beziehung und viel mehr Leser sich dahinter sehen aber wie halt in der Schweiz so üblich nicht öffentlich dazu bekennen! Würden wir Schweizer mal mehr Flagge zeigen, würden wir von uns gewählten und bezahlten Politikern respektiert und unsere Initiativen die wir alle immer gutgeheissen haben, nicht sträflich ignoriert!
  • Heinz  Meier 27.01.2016
    was soll da falsch sein an den äusserungen von herr baumgartner???...die neujahrsbeispiele, hamburg, köln, düsseld.,stuttgart, auch bei uns, sprechen eine deutliche sprache, kommt hinzu, dass dies nur die spitze des eisbergs ist, weil der grossteil der flüchtlings-dellikten verschwiegen bleibt...liest man unzensurierte blätter, und hat man kontakt zu frontleuten, wird einem klar, dass das ganze flüchtlings- und asywesen eine potentielle zerstörungskraft unserer inneren sicherheit und kultur hat.
  • Erich  Winter , via Facebook 27.01.2016
    Herr Baaumgartner, Ihre Erkenntnisse, das ein Staat das Volk schützen muss sind akzeptabel , aber wie.Die Isreli haben auch Land gekauft als Zufluchtstääte.um sich weiter zuentwickeln.Kenne ihre Abgrenzunge nicht genau. Weiss auch nicht ob mann ihnen im Turgau auch Land verkaufte.Darum sollte mann auch Fluchtorte in Syren errichten, und den Staat dazu zwingen, sie zu schützen, das wäre eine Herrausforderung an sie. Auf jedenfall keine Verbrechen an guten Menschen dulden.
  • Fredi  Moser aus Zürich
    27.01.2016
    Abgesehen davon, dass sein Rekord schon längst der Vergangenheit angehört, war er auch nicht gültig. Er hatte den Sprung übertreten... (Googeln: Baumgartner Sprung übertreten)
    • Manfred  Flanders 27.01.2016
      Fredi Moser, sie verweisen damit auf de Postillon. Sie wissen, dass dies eine Satirezeitung ist, die nur Schwachsinn schreibt. Sollte eigentlich bei einem kurzen Blick auf die anderen Artikel schnell auffallen. Aber danke dafür, selten so gelacht.