WASHINGTON - Das FBI rettete mehr als 45 Kinderprostituierte - einige davon nur 13 Jahre alt. In der nationalen Aktion gingen den Behörden auch 50 Zuhälter ins Netz.
Drei Tage dauerte die Operation «Cross Country»: FBI-Agenten gingen dabei erstmals gemeinsam mit lokalen Behörden gegen Kinderprostitution und die Ausnützung Minderjähriger vor. 571 Verdächtige konnten festgenommen werden.Bei den Razzien wurden auch 48 Kinder befreit, die zur Prostitution gezwungen worden waren. Die befreiten Teenager-Prostituierten sind zwischen 13 und 17 Jahren alt. Einsatzleiter Daniel Roberts sagte: «Leider sind die meisten der Gefundenen , die keiner will. Sie müssen ohne Unterstützung der Familie oder von Freunden auskommen.» Wie ABC berichtet, befinden sich die meisten der befreiten Kinder nun in Obhut örtlicher Jugendschutzbehörden. Sei 2003 wurden laut FBI 670 Kinder aus der Zwangsprostitution befreit. Ziel der FBI-Aktion war es härter gegen sogenannte «Pimps» (Zuhälter) vorzugehen. Staatsanwälte können jetzt Anklage wegen organisierter
Kriminalität erheben, was zu jahrzehntelangen Haftstrafen führen könnte.«Einige dieser Zuhälter-Netzwerke und ihrer Organisation sind sehr raffiniert und über Bundesgrenzen hinaus aktiv», sagte Roberts «um sie zur Strecke zu bringen, braucht es den Einsatz von Abhöraktionen und Undercover-Agenten». (abc/lec)