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Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Natascha Kampuschs Entführer, Wolfgang Priklopil, könnte bei seiner Tat Mitwisser gehabt haben! Und wie sich heute zeigt: Bis zu fünf Leute könnten gewusst haben, dass er in seinem Keller das Mädchen gefangen hielt!
Das bestätigt Ludwig Adamovich, Chef der Ermittlungskommission, gegenüber der Zeitung «Österreich»: «Es gibt offenbar mehrere Personen, die in der Causa Kampusch involviert waren und zueinander sehr enge Kontakte gehalten haben.»
Aufarbeiten von Ermittlungspannen
Adamovichs Truppe soll Ermittlungspannen aufarbeiten. Ein Zwischenbericht davon wurde am Dienstag Innenministerin Maria Fekter übergeben (Blick.ch berichtete). Die Experten fordern in dem Zwischenbericht, dass die laufenden Untersuchungen «mit Nachdruck fortgesetzt werden».
Noch im Mai soll der Endbericht im Fall Natascha Kampusch der Staatsanwaltschaft übergeben werden. Und dabei sickerten eben die neusten Entwicklungen durch: «Es gibt Hinweise auf Mitwisser, aber keine Mittäter», hiess es darin. Immer wieder kommt der Name von Priklopils Freund und Geschäftspartner auf. Dieser dementiert: «Ich kann nur ständig wiederholen: Ich habe mit der Sache nichts zu tun.»
Ebenso führen Spuren zu einem Lebensmittelhändler, der Nataschas Entführer per Hauszustellung belieferte. Und auch in die Porno-Szene. Hier werden Gäste eines Sexklubs befragt, in dem Priklopil Stammgast war.
«Ich habe brisante interne Dokumente»
Zusätzlich angetrieben werden die Spekulationen durch die Heimlichtuerei vom Innenministerium. Hier heisst es momentan lediglich: «Wegen laufender Ermittlungen können wir jetzt nichts sagen.» Da gibt der Sicherheitssprecher der Grünen, Peter Pilz, gegenüber «Österreich» schon mehr Zündstoff: «Ich habe brisante interne Dokumente, die ich bald veröffentlichen werde.» (spj)