Facebook-Solidarität mit Dakota-Sioux Darum sind gerade Zehntausende in Standing Rock

STANDING ROCK (NORTH DAKOTA, USA) - Auf Facebook greift ein neues Phänomen um sich. Zehntausende geben an, sich in North Dakota aufzuhalten. Obwohl sie nicht dort sind. Dahinter steckt ein politischer Protest.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Trump erträgt die Wahrheit nicht «Noch nie wohnten so viele Menschen...
2 Trump macht ernst USA ziehen sich aus Handelsabkommen TPP zurück
3 Sie spielten Billard, als die Schneewalze kam Hotel-Kinder...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
62 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

Wenn man Facebook Glauben schenkt, halten sich derzeit zahlreiche Menschen im amerikanischen North Dakota auf. Die Gegend ist jedoch kein neues Ferienziel. Hinter dem neuen Facebook-Phänomen steckt eine politische Botschaft.

Denn in Standing Rock im US-Bundesstaat North Dakota demonstrieren Umweltschützer und Eingeborene seit Monaten. Es geht um den Bau einer Öl-Pipeline (BLICK berichtete). Sie soll mitten durch ein heiliges Gebiet der Sioux führen, einem Stamm US-amerikanischer Ureinwohner. Die haben nun das digitale Kriegsbeil ausgegraben.

Polizei soll Facebook missbraucht haben

Nach einem unbestätigten Gerücht soll die Polizeibehörde von Morton County, einem Bezirk von North Dakota, das «Check-In»-Feature von Facebook genutzt haben, um Demonstranten zu identifizieren und sie aufzugreifen.

Mit der Aktion soll nun der Überwachungsstaat ausgetrickst werden. Bereits mehrere Zehntausende haben in Standing Rock auf Facebook eingecheckt.

Hollywood-Stars wie Chris Hemsworth («Thor») kamen zuvor gar selbst nach Standing Rock, um gegen den Bau der Pipeline zu protestieren.

Falls am Überwachungs-Gerücht etwas dran sein sollte, ist es nun mit der Facebook-Verfolgung vorbei – bei solch vielen Besuchern in Standing Rock.

Publiziert am 02.11.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016
teilen
teilen
62 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

3 Kommentare
  • Alfred  Neumann 02.11.2016
    Bitte bringt mehr darüber. Obwohl es in den in Standing Rock seit über einem halben Jahr Proteste gibt, wobei auch prominente Befürworter zugegen waren, hat Europa über diesen Skandal noch nicht berichtet. Es geht um Enteignung von heiligem Land der Ureinwohner. Obama könnte dies ändern, aber nimmt nicht mal Stellung dazu, trotz massiver Kritik u.a. von Bernie Sanders. In Filialen der Citi-Group in den ganzen USA gabs Proteste. Aber hier interessieren Pierro und Sandra wohl mehr.
  • Artur  Nuttli , via Facebook 02.11.2016
    Fracking! Nicht nur wegen der Pipe-Line.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    02.11.2016
    Das sind die Auswüchse wenn man die Wirtschaft einfach machen lässt!! Sie stoppen nicht mal vor heiligem Gebiet der Ureinwohner, kein Respekt mehr, weder vor Mensch noch vor Natur, das passiert wenn man wirtschaftsfreundliche Regierungen hat! Denkt bitte darüber nach! Wurden doch bei uns kürzlich Test mit genverändertem Grünzeug bewilligt!!