Exil-Koreaner behauptet: Der dicke Kim ist weg vom Fenster!

PJÖNGJANG - Was steckt wirklich hinter der Abwesenheit des nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un (31)? Glaubt man einem Exil-Koreaner, hat Kim die Macht über sein Land verloren.

So kennen wir Kim Jong Un: Etwas weniger glamurös als auf dem neuen Riesen-Bild. play
Ist die Zeit von Kim Jong Uns Diktatur vorbei?
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Seit anfangs September ist der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un (31) von der Bildfläche verschwunden. Offiziell leidet er an einem «Unwohlsein».

Kim, der merklich zugenommen habe, sei mit gebrochenen Knöcheln im Spital gelandet und müsse sich deshalb jetzt erholen – von seinen Besichtigungen und vom Regieren. Das sagte ein Insider (Blick.ch berichtete).

Doch steckt hinter seinem Verschwinden mehr? Vielleicht sogar ein politischer Putsch? Ja, sagt Jang Jin Sung, einst eine einflussreiche Figur der Propaganda-Maschinerie von Kims Vater Kim Jong Il. Vergangenen Monat traf er sich mit anderen ranghohen Nordkorea-Exilern in Holland, um den Stand des Landes zu besprechen.

Kim ist «umzingelt»

Nordkoreas Geschick liege schon seit 2013 nicht mehr in den Händen von Kim Jong Un – er sei nur noch eine Marionette. Die Fäden würden die Mitglieder des Departements für Organisation und Führung (OGD) ziehen.

Der Umstoss sei zeitgleich mit der Hinrichtung von Kims Onkel Jang Sung Taek passiert. Dieser sei zwar ein erbitterter Gegner des OGD gewesen, wurde aber trotzdem in Ruhe gelassen. Denn er war eng verbunden mit Kims Vater Kim Jong Il, der das OGD unter Kontrolle hatte. «Seit Jang tot ist, ist Kim vom OGD umzingelt», sagt Sung zu «Vice News».

Kommunismus oder Kapitalismus?

Er ist sich sicher, dass das nordkoreanische Regime in den kommenden Jahren zusammenbrechen wird. Das Land befinde sich mitten in einer Art Bürgerkrieg. Die einen Amtsleute wollten den kommunistischen Status Quo beibehalten, die anderen freundeten sich mit Elementen des Kapitalismus und mit offenen Märkten an.

Remco Breuker, Koreanistik-Professor an der niederländischen Leiden Universität stimmt Sung zu: Die eigentliche Macht ist in diesem Departement, das Jong Il zur «bürokratischen Perfektion» gebracht hat. Kims Vater sei wirklich der Kopf des Departements gewesen – sein Sohn nicht.

Jang meint, man würde sich zu sehr auf Kim konzentrieren und die eigentlichen Machthaber ignorieren. «Die Welt wurde mit Kim Jong Ils Diktatur einer Gehirnwäsche unterzogen. Sie denken nur so weit, wie es die Propaganda zulässt – aber das ist nicht das, was hier wirklich passiert.» (lex)

Publiziert am 03.10.2014 | Aktualisiert am 04.10.2014
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Hier hinkt Kim Jong Un zur Gedenkfeier
Kim Jong-un Compilation

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16 Kommentare
  • Marlies  Hess aus Langenthal
    04.10.2014
    Wir unterhielten uns mit Süd Koreanischen Touristen. Diese meinten wir sollen in Europa resp. wir die CH, alle Nord Koreaner als Asylanten aufnehmen. Sie wollen die nicht bei sich haben wenn die öffnung statt findet. Sie mögen die nicht. Wieviele Einwohner haben die Nord Koreaner? Gibt es davon mehr als CH?
  • Metzger  Mario 04.10.2014
    Die kommunistische Hochburg in Nordkorea geht unter. Und eine neue kommunistische Hochburg entsteht in der Schweiz.
  • richard  keith 04.10.2014
    .........wenn das stimmt, welch ein Glück ! dann könnte er ja nach Burma oder Kuba auswandern,gleich und gleich gesellt sich gern !
  • Beat  Hemmi , via Facebook 04.10.2014
    Kim Jong Un wir in der Schweiz um Asyl anfragen, es erhalten und es wird ihm besser gehen den je.
    • Hampi  Rohde , via Facebook 04.10.2014
      Warum auch nicht? Seine Kohle hat er sicher schon gut hier angelegt.
    • Thomas  K. aus Hausen
      04.10.2014
      Er hat ja bereits Kontakte zu Europa und der Schweiz aufgenommen. Angeblich wegen der Gesundheit und den Ärzten... jaja, wir werden sehen...
    • Daniel  Leuenberger aus Chisinau
      04.10.2014
      Von dem abgesehen besagen glaubhafte Behauptungen, dass Kim Jong in der Nähe von Bern aufgewachsen und eine Internatschule besucht habe. Vielleicht weiss er sogar schon schweizerdeutsch...
    • Daniel  Lötscher , via Facebook 04.10.2014
      Irgendwie jede Chance nutzen und gegen das Asylwesen trashen. Auch schon mal überlegt was der Sinn und Zweck dahinter ist Herr Hemmi?
  • Emil  Thommen aus Zug
    04.10.2014
    Die wirkliche Macht ueber die Welt hat die
    Wallstreet und von dort aus muss man gehen.