Ex-Aussenminister David Owen über Einwanderungspolitik Briten-Sozi lobt die SVP

BERN/LONDON - Der frühere Labour-Aussenminister David Owen ist überzeugt: Die Schweiz wird sich gegen die EU durchsetzen können. Die Personenfreizügigkeit sei auch in der EU kein Tabu mehr.

Ex-Aussenminister David Owen lobt SVP-Einwanderungspolitik play
David Owen war 1977 bis 1979 britischer Aussenminister.  ZVG

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Lord Owen (78) war von 1977 bis 1979 britischer Aussenminister. Heute ist er heute Mitglied des britischen Oberhauses, lobt die Schweizer für das Ja zur SVP-Masseneinwanderungsinitiative: «Die Schweizer haben richtigerweise erkannt, dass es ohne einen Einwanderungsmechanismus – wie ihn beispielsweise das EWR-Mitgliedsland Liechtenstein kennt – langfristig Probleme geben wird.»

Grossbritannien werde es schwieriger haben als die Schweiz, mit der EU geregelte Verhältnisse zu finden, sagt David Owen in der «Schweiz am Sonntag»: «Die Schweiz verfügt über viele bilaterale Verträge mit der EU, die über die Jahrzehnte entstanden und weiterentwickelt worden sind. Grossbritannien muss jetzt bei Null anfangen.»

Der Austrittsprozess werde stressig. Aber die Briten seien gut im Umgang mit Stress, das hätten sie in der Geschichte immer wieder bewiesen.

Vorteil für die Schweiz

Er ist überzeugt: «Die Zeit läuft für die Schweiz: Die Personenfreizügigkeit wird auch innerhalb der EU mehr und mehr angezweifelt. Lange stand sie als eine der vier Grundfreiheiten auf derselben Stufe wie der freie Warenverkehr, der freie Dienstleistungsverkehr und der freie Kapitalverkehr. Doch die Personenfreizügigkeit wird in der EU schleichend relativiert.»

Sollte die Schweiz die Zuwanderung begrenzen, glaubt Lord Owen nicht, dass dies Konsequenzen seitens der EU hätte: «Die Gefahr von Gegenmassnahmen aus Brüssel ist klein. Bis sich die EU überhaupt auf eine Reaktion verständigen könnte, würde viel Zeit vergehen.»

Die Schweiz habe mit der EU eine einzigartige Form der Zusammenarbeit gefunden. «Sie ist sehr kompliziert, aber genau dadurch auch stabil und kann nicht so schnell aufgebrochen werden.» (gf)

Publiziert am 30.10.2016 | Aktualisiert am 31.10.2016
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12 Kommentare
  • Hans-Jürgen  Lorenz , via Facebook 30.10.2016
    Dem steht gegenüber, dass dieVerträge von Lissabo nur einstimmig geändert werden können, dass die rechtsnationalen Europaweit in der Minderheit sind, dass 70 Prozentder Europöer nicht gegen die PFZ sind und dass man,wenn man abgehalfterten rechtsnationalen Politikern vertraut schnell ins Abseits läuft. In der EU sind solche Meldungen bezeichnenderweise nicht erwähnenswert, ausser in der Mindeheitenpresse der Rechtsnationalen.
  • Alex  Grendelmeier aus Aarburg
    30.10.2016
    Ein weiterer Artikel zu obigem Thema, diesmal vom Deutschen Sozialisten Martin Neuffer, erschienen im « DER SPIEGEL» anno 1982. Er kann unter dem Titel «Die Reichen werden Todeszäune ziehen» über Google abgerufen werden. Sehr lesenswert!
  • Charles  Metzger 30.10.2016
    Während die PFZ in der breiten Bevölkerung von CH und EU längst eine Leiche ist, fabulieren zurückgebliebene Politiker noch immer über deren "volksverträgliche" Umsetzung. Die breite Masse dagegen ist heute damit beschäftigt, wie die Überbevölkerung abgebaut, die historischen Stärken der Schweiz wieder zurückgewonnen und die Gesetzes- und Infrastruktursünden der letzten 30 Jahre korrigiert werden können.
  • Werner  Bieinisowitsch aus Sant Jordi
    30.10.2016
    Die Sommaruga gehört schon lange "abgeschossen", denn sie verhöhnt die Stimme des Volkes, dem "Souverän", und vergisst, dass sie nur eine "Angestellte" dieses Souveräns ist, welcher durch die Steuern auch ihren Lohn bezahlt. Also, liebe Simona, hören Sie auf, immer alles "schönreden", denn Sie werden je länger, desto mehr UNGLAUBWÜRDIG", Ihre Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht jeden Bürgers.
  • Margot  Annen aus Kaiseraugst
    30.10.2016
    Es ist schon erstaunlich,dass Lord Owens ehemaliger Britischer Aussenminister,die SVP lobt.Das ist eine KLatsche an die Bundesräte und die Linken.Alles schön reden,kuschen vor Brüssel und das Schweizervolk verarmen lassen.