Eurovision: Moskau fürchtet Schwulen-Invasion

  • Publiziert: 10.12.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

MOSKAU – Russland ist kein gutes Pflaster für Homosexuelle – selbst während des Eurovision-Wettbewerbs 2009 nicht. Moskaus Bürgermeister will die Schwulen fernhalten.

Die Zurschaustellung von Homosexualität werde auf «Moskaus Strassen, Plätzen, bei Märschen und Demonstrationen» nicht geduldet, warnte Bürgermeister Juri Luschkow bei der feierlichen Übergabe der Grand-Prix-Stafette durch die Stadt Belgrad.

Dabei trat auch Russlands Superstar Dima Bilan auf, der mit dem Lied «Believe» gesiegt und die Austragung für sein Land gewonnen hatte. Das Eurovisions-Finale steigt am 16. Mai 2009.

Luschkow räumte ein, dass Schwule und Lesben seit 1993 per Gesetz nicht mehr bestraft werden dürfen, allerdings seien sie bis heute nicht akzeptiert von der russischen Gesellschaft. Die Stadt hatte Kundgebungen von Homosexuellen zuletzt mit Polizeigewalt auflösen lassen.

Der Eurovision Song Contest ist seit Jahrzehnten bei Homosexuellen besonders beliebt. Allerdings warnten Schwulenverbände schon letztes Jahr in Belgrad ihre Mitglieder davor, ihre sexuelle Orientierung zu erkennen zu geben. (SDA)

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