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Die drei Männer seien gestern Abend um 19.30 Uhr (Ortszeit) mit Sprengstoffwesten am Körper in die belebten Restaurants in Kuta und Jimbaran gegangen und hätten im Abstand von rund zehn Minuten die drei Explosionen ausgelöst, sagte Generalmajor Ansyaad Mbai. Die Bomben hatten die Terroristen offenbar mit Nägeln präpariert: Ein Spitalmitarbeiter berichtete, dass viele Opfer von kleinen Nägeln durchsiebt waren.
Nach Krankenhausangaben wurden 26 Menschen in den Explosionen getötet. Ob die drei Attentäter dabei mitgezählt wurden, war zunächst unklar. Unter den Toten sind 2 Australier, 2 US-Bürger, 1 Japaner und mindestens 12 Indonesier. Unter den 122 Verletzten befinden sich nach Angaben eines Spitals in Denpasar 83 Indonesier, 20 Australier, 6 US-Bürger, 7 Südkoreaner, 3 Japaner, ein Franzose und ein Deutscher.
Als Drahtzieher der Anschlagsserie verdächtigt die Polizei zwei malaysische Mitglieder der Gruppe Jemaah Islamiyah, die Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida hat. Die beiden flüchtigen Extremisten Azahari bin Husin und Noordin Mohamed Top sollen auch die Anschläge vom 12. Oktober 2002 in Kuta organisiert haben, bei denen mehr als 200 Menschen getötet wurden. Darunter auch drei Schweizer.
Die Vorgehensweise bei den gestrigen Anschlägen stimme mit der von früheren Bombenattentaten überein, sagte Mbai. Die Selbstmordattentäter seien noch nicht identifiziert, so der Generalmajor. «Ich habe sie gesehen. Alles, was von ihnen übrig ist, sind der Kopf und die Füsse.»
Die indonesische Polizei versetzte die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Jakarta unterdessen in höchste Alarmbereitschaft. Rund 18000 Polizisten wurden abbestellt, um Botschaften und andere mögliche Anschlagsziele zu schützen.