ROM - Für den Staatswanwalt wiegt Francesco Schettinos Verantwortung für das Unglück der Costa Concordia so schwer «wie ein Grabstein». Doch der Kapitän bleibt cool.
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Francesco Schettino spricht vor einem Gerichtstermin mit einem Schiffsoffizier. (Keystone)
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Die Bergungsarbeiten vor Giglio gestalten sich äusserst schwierig und schreiten nur langsam voran. (AP)
Die Beweisaufnahme zum Unglück der Costa Concordia vor der italienischen Insel Giglio ist beendet. Für den Staatsanwalt ist klar: Die Verantwortung des Kapitäns Francesco Schettino (52) wiegt so schwer «wie ein Grabstein».
Schettino sagt in einem exklusiven TV-Interview gegenüber «Canale 5», es wäre nicht zu einer Kollision mit dem Felsen gekommen, hätte er den Anker geworfen. Sein Anwalt gibt nach der Beweisaufnahme zu Protokoll: «Wir stehen jetzt besser da als zuvor.»
Für die Arbeit der Staatsanwaltschaft findet Schettino nur positive Worte: «Es läuft alles wunderbar, alle erledigen ihre Arbeit ausgezeichnet.»
Im Interview redet der Unglücks-Kapitän auch über seine Befindlichkeit. Am Gericht habe er die Hände von Schiffbrüchigen geschüttelt, sagt er. «Das war ein sehr schönes Gefühl.»
Der eigentliche Prozess wird erst im nächsten Jahr beginnen. Wegen der Havarie vom 13. Januar mit 32 Toten wird gegen Schettino und mindestens neun weitere Personen ermittelt. Die Vorwürfe: fahrlässige Tötung, Havarie und vorzeitiges Verlassen des Schiffs. (noo)
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