Airbus-Bomber droht: «Es kommen noch mehr von meiner Sorte»

  • Publiziert: 28.12.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

AMSTERDAM – Der Flugzeug-Terrorist Umar Faruk Abdulmutallab (23) wird zurzeit verhört. Jetzt kommen erste Details seiner Aussage ans Licht – und die machen Angst.

Der 23-jährige Terrorist Umar Faruk Abdulmutallab wollte am ersten Weihnachtstag eine Passagiermaschine in die Luft sprengen. Den Sprengstoff soll er in einem Kondom am Bein getragen haben. Der Flug NW 253 war von Amsterdam auf dem Weg nach Detroit (Blick.ch berichtete).

Erst der Anfang

Jetzt weden erste Aussagen des Airbus-Bombers bekannt: Im Jemen sollen sich 25 weitere Terroristen aufhalten. Alle haben in England studiert, sind Mitte 20 und gewillt, für ein höheres Ziel ihr Leben zu opfern. Abdulmutallab droht: «Es kommen noch mehr von meiner Sorte.»

Im Jemen, dem Land aus dem Osama Bin Ladens Familie stammt, werden sie darauf vorbereitet, westliche Flugzeuge in die Luft zu sprengen und so tausende Menschen zu töten¨. das berichtet die englische Zeitung «Sun» und beruft sich auf Insider-Kontakte.

Wann also bricht die nächste Terror-Welle auf den Westen ein? Nach Aussagen von Abdulmutallab bald: Anfang 2010 sollen die 25 Terroristen nach London zurückkehren und hier auf ihren tödlichen Einsatz warten. Über das Internet teilt ihnen Al-Kaida mit, wann sie zuschlagen sollen.

Scotland Yard bestätigt die Drohung

Scotland Yard bestätigt die Befürchtungen: «Wir wissen von vier oder fünf radikalen Zellen von britischen Moslems im Jemen. Sie werden voraussichtlich in den nächsten Monaten zurückgeschickt und stehen dann unter ständiger Aufsicht», sagt eine Quelle von Scotland Yard der «Sun».

Und fähig sind die auserwählten Selbstmordattentäter auch: Sie haben an britischen Universitäten Maschinenbau oder Informatik studiert.

Unbekannt sind die jungen Männer nicht: Eine Spezialeinheit für nationale Sicherheit beobachtete im Frühjahr und Sommer, dass die Terror-Verdächtigen von britischen Flughäfen in den Jemen abreisten. In fast allen Fällen wurde das Ticket bar bezahlt und weniger als eine Woche vor Abflug gekauft.

Es gab eine Warnung vor dem Anschlag

Wie sich jetzt herausstellt, kam der Terroranschlag von Abdulmutallab ebenfalls nicht ganz unerwartet. Al-Kaida soll den Westen vier Tage vor dem Angriff am Weihnachtstag gewarnt haben, dass ein Anschlag unmittelbar bevorstehe.

Der vereitelte Anschlag lässt die Erinnerungen an 9/11 wieder aufleben und versetzt die Menschen in Angst und die Sicherheitskräfte in erhöhte Alarmbereitschaft. An den Flughäfen in den USA, der Schweiz und vielen anderen Staaten wurden die Sicherheitskontrollen verschärft (Blick.ch berichtete). (s5j)

Jemen, das neue Afghanistan?

Die Terroristen sind im Westen aufgewachsen, haben in London studiert und kennen das Land wie ihre Westentasche. Zur Vorbereitung auf ihre Aufgabe gehen sie in den Jemen. Hier werden sie trainiert und auf ihre tödliche Mission eingeschworen.

Ist der Jemen das neue Rückzugsgebiet der Al-Kaida?

«Der Jemen ist instabil. Die Al-Kaida Zelle dort ist sehr aktiv. Das war sie aber schon immer», sagt Terror-Experte Albert Stahel im Gespräch mit BLICK. «Es kommt nicht von ungefähr, dass Bin Ladens Familie aus dem Jemen stammt.

Im Jemen soll Abdulmutallab das Material für die Bombe un die Anleitung zum Zünden bekommen haben. Seine Glaubensbrüder – 25 an der Zahl – sollen sich noch dort aufhalten.

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