Schweinegrippe: Erster Toter in Kanada - doppelt so viele Infizierte in USA

  • Aktualisiert am 03.01.2012

NEW YORK - Die Anzahl der Schweinegrippe-Fälle hat sich in den USA mehr als verdoppelt. Obama warnt jetzt: «Wir sind noch nicht raus aus der Sache.»

Die Zahl der nachgewiesenen Schweinegrippefälle weltweit ist auf rund 2300 gestiegen. Mehr als 90 Prozent der Infektionen betreffen Mexiko, die USA und Kanada. 46 Menschen starben an der Krankheit, 44 davon in Mexiko, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mitteilte.

Erster Todesfall in Kanada

In der kanadischen Provinz Alberta sei eine ältere Frau am Influenza- Virus A (H1N1) gestorben, sagte der Chefmediziner der Provinz, Andre Corriveau, am Freitag.

Unterdessen verdoppelte sich in den USA die Zahl der Infizierten. Nach Angaben des US-Zentrums für Krankheitsüberwachung und Prävention (CDC) wurden in 43 der 50 Bundesstaaten bisher 1639 bestätigte Fälle gemeldet.

Argentinien, Brasilien und Panama meldeten erste Schweinegrippefälle. Damit sind weltweit jetzt 27 Länder betroffen. In den USA verdoppelte sich die Zahl der Infizierten. Nach Angaben des US-Zentrums für Krankheitsüberwachung und Prävention (CDC) wurden in 43 der 50 Bundesstaaten bisher 1639 bestätigte Fälle gemeldet.

«Wir sind noch nicht raus aus der Sache»

US-Präsident Barack Obama mahnte die Bürger deshalb weiter zu Wachsamkeit. «Wir sind noch nicht raus aus der Sache, wir müssen weiter Vorsichtsmassnahmen treffen», sagte er in Washington.

Der mittelamerikanische Staat Panama meldete am Freitag seinen ersten Fall einer bestätigten A/H1N1-Infektion. Der junge Mann sei mit einem Flugzeug aus den USA eingereist, sagte Gesundheitsminister Rosario Turner.

Der Patient sei in Quarantäne. da es ihm verhältnismässig gut gehe, sei ein Spitalaufenthalt nicht notwendig, fügte der Minister an.

Russland: Keine Reisen in USA

Russland warnte seine Bevölkerung unterdessen vor Reisen in die USA. «Wir empfehlen eindringlich, von Reisen in die USA Abstand zu nehmen, wenn diese nicht dringend erforderlich sind», sagte die der Chef der russischen Gesundheitsbehörde nach einem Bericht der Agentur Interfax. Bisher galt die russische Reisewarnung nur für Mexiko. (sda/lec)

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