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Riesiges Interesse an der Ex-Geisel: Pressekonferenz mit Betancourt noch in Kolumbien. (Reuters)
Sie freut sich auf Frankreich. Und Frankreich freut sich auf sie: Nach sechs Jahren in Gefangenschaft der Farc-Rebellen setzte sich die französisch-kolumbianische Doppelbürgerin Ingrid Betancourt nun zusammen mit ihrer Familie in ein Flugzeug in ihre zweite Heimat.
«Ich habe es eilig, in Frankreich zu sein, zu Hause zu sein», sagte Betancourtvor vor dem Abflug in Bogotá. «Ich möchte nach Frankreich, um mich bei allen Franzosen zu bedanken und diesen Moment des Glücks mit ihnen zu teilen.»
Dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, der sie am Freitag empfängt, wolle sie sagen, dass sie ihn bewundere und dass sie ihm ihre Befreiung verdanke. Dieser hat sich den heutigen Abend extra freigehalten, um die Ex-Geisel zu empfangen. Betancourt und ihre Befreiung ist in Frankreich im Moment das grosse Thema.
Eines liess sich die ehemalige Präsidentschaftskandidatin vor ihrer Abreise allerdings nicht nehmen: Sie besuchte das Grab ihres Vaters. Er war einen Monat nach ihrer Entführung vor sechs Jahren an einem Infarkt gestorben. «Wir sind hergekommen, um für meinen Vater zu beten. Ich danke Kolumbien, dass es mich zum Grab meines Papas begleitet hat», sagte die 46-Jährige.
Es sei der schwerste Moment während der Geiselhaft gewesen, als sie die Nachricht vom Tod ihres Vaters erhalten habe. Betancourt war gestern zusammen mit 14 weiteren Geiseln durch ein spektakuläres Täuschungsmanöver der kolumbianischen Armee befreit worden (Blick.ch berichtete). (SDA/bih)
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