Erdbeben ausgelöst Irrer Kim testet Wasserstoffbombe

PJÖNGJANG (PRK) - Erst im Dezember hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (32) erstmals angedeutet, dass sein Land eine Wasserstoffbombe besitzt – jetzt soll sie erfolgreich abgefeuert worden sein. Hat die nukleare Gefahr, die von Nordkorea ausgeht eine neue Dimension erreicht?

So sieht es aus, wenn eine Wasserstoffbombe hoch geht

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Stimmen diese Angaben, dann hätte die Atomwaffenentwicklung Nordkoreas eine neue Dimension erreicht. Nach eigenen Angaben hat das Land gestern erstmals eine Wasserstoffbombe getestet. Der Test sei erfolgreich gewesen, sagte eine Sprecherin im staatlichen Fernsehen. Es habe sich um eine «strategische Entscheidung» unter Leitung des Staatsführers Kim Jong Un gehandelt.

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Der Test sei «ein strategischer Entscheid» Kim Jong Uns.

Zwischen 2006 und 2013 hatte Nordkorea drei herkömmliche Atomtests unternommen, auf die der Uno-Sicherheitsrat jeweils mit neuen Strafmassnahmen reagiert hatte. Atombomben werden mit Plutonium oder Uran hergestellt. Bei einer Wasserstoffbombe verschmelzen unter anderem Deuterium und Tritium, schwere Isotope des Wasserstoffs, zu Helium. Ihre Sprengkraft ist um ein Vielfaches höher als die einer Atombombe.

Nordkoreas Machthaber hatte im vergangenen Monat angedeutet, sein Land besitze eine Wasserstoffbombe. Er sagte laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA, Nordkorea sei «ein mächtiger Atomstaat, der bereit ist, eine selbstständige Atombombe und eine Wasserstoffbombe zu zünden, um seine Souveränität zu verteidigen». Kims Äusserung war der erste explizite Hinweis auf eine Wasserstoffbombe, seine Aussagen wurden aber von internationalen Experten mit Skepsis aufgenommen.

Ein Erdbeben in der Nähe des nordkoreanischen Atomtestgeländes in Kilju im Nordosten hatte in der Region sofort Spekulationen um einen neuen Atomtest durch das weithin isolierte Nordkorea ausgelöst. Japan und Südkorea verurteilten den Test aufs Schärfste.

Die Reflexion passt nicht zur Flugbahn. Raketen-Bilder vom Juni wurden als Täuschung enttarnt. play

Die Reflexion passt nicht zur Flugbahn. Raketen-Bilder vom Juni wurden als Täuschung enttarnt.

KCNA

Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye rief ein Treffen des Nationalen Sicherheitsrats ein. Nordkoreas Atomtest sei eine Provokation und eine klare Verletzung von Uno-Resolutionen, wurde Vizeaussenminister Lim Sung Nam von Yonhap zitiert. In Japan sagte Ministerpräsident Shinzo Abe: «Das ist eine ernste Bedrohung für die Sicherheit unseres Landes». Der Atomtest sei absolut nicht hinnehmbar.

Dem kommunistischen Regime in Pjöngjang droht nun eine weitere Verschärfung der internationalen Sanktionen. Zwischen dem kommunistischen Nordkorea und dem demokratischen Südkorea herrscht seit Jahrzehnten formell noch Kriegszustand. Ende November hatten beide Länder erklärt, einen neuen Anlauf zur Entspannung nehmen zu wollen. (lex/SDA)

Publiziert am 06.01.2016 | Aktualisiert am 06.01.2016
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Erdbeben ausgelöst Irrer Kim testet Wasserstoffbombe
Passanten informieren sich in Seoul über das Erdbeben wegen des angeblichen Nukleartests in Nordkorea. play

Passanten informieren sich in Seoul über das Erdbeben wegen des angeblichen Nukleartests in Nordkorea.

AP

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9 Kommentare
  • Georg  Ritter 06.01.2016
    Die Beschimpfung "irr" ist falsch. Der Mann ist nicht irr. Er schützt sich vor den USA. Und wenn man sich das Verhalten der USA vorstellt, hat der angeblich "Irre" recht.
  • Peter  Nägeli , via Facebook 06.01.2016
    Die anderen "Irren" testen ja Ihre Waffen auch dauernd!
  • jürg  frey aus teufen
    06.01.2016
    Der irre Kim macht sich auf zur Weltpolitik und Macht! Ist ja bei weitem nicht der einzige. Nun ja, der Mensch programmiert seinen eigenen Untergang, nicht erst seit heute. Den ganzen Sch.... haben ja die Franzosen, Amis und Russen auch mal absolviert, die Schäden gibts bis heute! Nein, lernen tut der Mensch nichts daraus.
  • William  Quispe aus Bellinzona
    06.01.2016
    Ich finde es eine bodenlose Frechheit, dass man Kim in jedem Kommentar als irr bezeichnet. Irr sind in meinen Augen ganz andere Sachen, wie der Stadtstaat City of London oder der Stadtstaat District of Colombia. Ganz zu schweigen von der FED.

    Wäre schön wenn Blick mal darüber berichten könnte. Wetten dass dann die Verkaufszahlen des Blicks schlagartig explodieren.
  • Abbas  Schumacher , via Facebook 06.01.2016
    Wo ist der 007, der diesen Kim zeigt, wo es lang geht? Man sollte mal mit China verhandeln, ob man Nordkorea von diesem Kim nicht befreien dürfte?