Er wurde im Todes-Laster erschossen Der polnische Chauffeur (†37) – das erste bekannte Opfer

Unter den Toten von Berlin ist auch der Fahrer des Todes-Lasters. Sein Chef hat ihn anhand eines Polizei-Fotos identifiziert. «Er war ein guter Fahrer», so der Pole.

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Während der Todesfahrt in Berlin sassen zwei Männer in der Fahrerkabine des Laster: Einerseits der Täter, der nach neusten Erkenntnissen möglicherweise noch auf der Flucht ist, und der polnische Chauffeur (†37) des Fahrzeuges. Nach der Fahrt wurde der Fahrer erschossen – er zählt somit zu den zwölf Todesopfern.

Sein Chef Ariel Zurawski bestätigte den Tod des Chauffeurs, bei dem es sich auch um seinen Cousin handelt. Nach Zurawskis Angaben habe sich der Fahrer gegen den Angreifer gewehrt. «Es war mit Sicherheit zu sehen, dass er gekämpft hatte», beschreibt er das Polizeifoto, auf dem er seinen Cousin zuvor identifiziert hat. «Es waren Stichwunden zu sehen».

Er habe das Foto zuerst nicht sehen wollen, so der Speditions-Besitzer Zurawski. «Es ist sehr drastisch». Der Frau des Chauffeurs, die am Montag als letzte gegen 15.00 Uhr mit ihrem Mann telefonisch gesprochen haben soll, wurde es demnach nicht gezeigt.

Opfer hinterlässt ein 17-jähriges Kind 

In den Stunden vor der Tat war der Pole nicht mehr zu erreichen. «Er war ein guter Fahrer«, sagte Zurawski. Der Verstorbene hinterlässt seine Frau und ein 17-jähriges Kind.

Zurawski lege die Hand ins Feuer, dass sein Cousin kein Attentäter sei. »Es kann einfach nicht mein Fahrer gewesen sein«, sagte Zurawski zu dem Vorfall. «Ihm muss etwas angetan worden sein», mutmasste er. «Ich stehe so unter Schock."

Der Lastwagen hatte Stahlkonstruktionen aus Italien nach Berlin transportiert, berichtete Zurawski. Wegen einer Verzögerung habe der Fahrer bis zum Dienstag warten müssen und den Lastwagen in Berlin geparkt. Die Berliner Polizei teilte dagegen mit, es bestehe der Verdacht, dass der Sattelschlepper in Polen von einer Baustelle gestohlen worden sei. (rey/SDA)

Publiziert am 20.12.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016
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8 Kommentare
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    20.12.2016
    Zwei Schlussfolgerungen: 1) Personenfreizügigkeit kündigen, damit wir dubiose Einreisewillige an der Grenze wegweisen können. 2) Jeder gut beleumundete, mündige Schweizerbürger soll jederzeit, überall, offen oder verdeckt eine geladene Waffe auf sich tragen dürfen. Dann hat er nämlich im Fall einesolchen Agriffes auf den Chauffeur eine reale Chance zu überleben.
    • Giuseppe  Guerra 20.12.2016
      Wie wollen sie wissen ob der Fahrer ein Gesundheitsproblem hat oder mit Absicht in die Menge rast. Auch auf ihn schiessen? Mindestens Vorsätzliche Tötung heisst es danach im Prozess.
    • Thomas  Forler 20.12.2016
      Träumen Sie schön weiter... diese "dubiosen" werden dann einfach als Touristen einreisen. Diejenigen, die wirklich rein wollen, kommen auch rein. Und wie Sie einen LKW-Terroristen mit einer Pistole überwältigen wollen, ist mir jetzt auch nicht ganz klar - zumal amerikanische Zustände mit Wild West Manier bei uns nicht wirklich zu Europa passen.
    • Stefano  Fernandes 20.12.2016
      Eine Frage: Wenn alle eine Waffe tragen, wie soll ich dann Freund und Feind unterscheiden?
  • Mike  Pokos aus Birmensdorf
    20.12.2016
    Schade um der Polnischen LKW. Fahrer, es ist die schwere zeit für seine Familie. Viel kraft wünsche ich dieser Frau und Sohn.
  • Muurer  Ueli 20.12.2016
    Diese Feiglinge.
    Es sollte jetzt aber jedem klar sein, dass wir die Grenzen zumachen müssen.
    Einfach zuschauen wie der Wolf durchs offene Schafsgehäge spaziert ist nicht akzeptabel!
  • Schneider  Tom 20.12.2016
    Sehr tragisch. Aber leider könnte so eine Tat jeden Tag in Deutschland passieren, die überkorrekten Deutschen würden der Wahrheit nicht ins Auge sehen.
    • Giuseppe  Guerra 20.12.2016
      Überall kann das passieren.Egal im welchen Land Hat rein gar nichts mit Überkorrektheit zu tun.Sogar bei uns.Das zeigt uns ja, was in Zürich passiert ist. Auch nicht weit von uns entfernt