Er will sich für fünf weitere Jahre wählen lassen Assad gibt dem Frieden keine Chance

DAMASKUS - Hört dieser Terror denn nie auf? Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat angekündigt, dass er bis mindestens 2021 an der Macht bleiben wolle.

Kein Frieden für Syrien: Assad will unbedingt noch 5 Jahre bleiben play
Im Syrien-Krieg sind bisher rund 50'000 Kinder gestorben.  DUKAS

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Kein Frieden für Syrien: Assad will unbedingt noch 5 Jahre bleiben play
Will weitermachen: Diktator Bashar al-Assad. REUTERS

Eine Wiederwahl von Bashar al-Assad (51) bedeutet wohl, dass der Krieg in seinem Land noch fünf Jahre weitergeht. Denn der deutsche Nahostexperte und Islamwissenschaftler Udo Steinbach sagt zu BLICK: «Mit Präsident Assad ist kein Friede möglich! Es braucht eine neue, legitimierte Regierung.»

Assads dritte Amtszeit endet in diesem Jahr. Die Wahlen werden Scheinwahlen sein, denn gewählt wird nur in Gebieten, die unter der Kontrolle seines Regimes stehen. Viele ausländische Regierungen erkennen die Ergebnisse nicht an. Assad sagte, dass er seine Politik vor einem Sieg seiner Truppen nicht ändern werde. Er sieht die USA als treibende Kraft hinter den blutigen Kämpfen in Syrien.

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Elend in der syrischen Stadt Aleppo: Die Stadt ist zerbombt. AFP

Trotz allem werde weiterhin ein Dialog «über verschiedene Kanäle» geführt, selbst mit den Vereinigten Staaten. «Aber das bedeutet nicht, dass wir unsere Souveränität aufgeben oder Syrien in einen Marionettenstaat umwandeln.»

Assad führt einen Krieg gegen sein eigenes Volk, um sich seine Macht zu erhalten. Dabei ist ihm kein Mittel zu grausam: Er lässt durch seine Armee sogar Napalm-ähnliche Brandmunition auf das eigene Volk regnen – unter den Opfern sind viele Kinder.

Allein durch die russischen Luftangriffe in Syrien sind innerhalb eines Jahres fast 10'000 Menschen getötet worden – mehr als ein Drittel von ihnen waren Zivilisten. (gf)

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
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8 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    03.11.2016
    Sorry, jeder der hier wieder den USA und den Russen die Schuld zuschieben will hat etwas vergessen! Als man die ersten Proteste und Unruhen festgestellt hat - notabene inspiriert durch den arabischen Frühling - hätte Assad schlichtweg sich mit den Kritikern an einen Tisch setzen und es friedlich lösen können, er hat jedoch mit brutaler Härte zurückgeschlagen anstelle den Dialog zu suchen! In Tunesien hat es doch auch so geklappt! Die Schuld liegt bei Assad und seinen falschen Beratern!
  • Walter  Egolf 03.11.2016
    Die 50000 Kinder sind nicht wegen Assad gestorben, sondern weil die USA einen Regime-change angestrebt haben, ihn aber zum Glück nicht erreicht haben. Der Ressourcenkrieg wird weitergehen, leider...
  • Paul  Entlebucher 03.11.2016
    Man bedenke bei all dem Assad-Bashing, dass die Minderheiten (zb. Christen) in relativer Ruhe gelassen wurden. Ich bin auch kein Fan von ihm, aber wie es weitergehen könnte, wenn religiöse Fanatiker am Ruder sind, sehen wir gerade. Es entwickelt sich leider immer mehr zum Stellvertreterkrieg USA-Russland, wobei USA auch die religiösen Fanatiker nachweislich unterstützt (hat).
  • Annemarie   Setz 03.11.2016
    Es ist nicht gut, wenn Assad noch lange an der Macht bleibt, denn er führt einen brutalen Krieg, unter dem Zivilisten - auch Kinder, wie er ja selber auch hat - leiden. Anderseits bringt es nichts, wenn er abtritt, dann prallen weiterhin die verschiedenen Kräfte aufeinander. Ich fürchte, das ist ein Krieg ohne gutes Ende.
  • Edwin  Schaltegger aus Wohlen b. Bern
    03.11.2016
    Ich bin kein Fan von Assad. Leider ist er die einzige stabile politische Kraft in diesem kriegszerstörten Land. Ich sehe keine vernünftige politische Alternative. Unter seinem Regime durften alle Religionsgemeinschaften friedlich zusammenleben und Syrien war wirtschaftlich
    auf einem ordentlichen Niveau.