Er trug einen Fake-Bombengürtel und IS-Fahne bei sich Polizei erschiesst Angreifer in Paris

PARIS - In Paris versuchte ein bewaffneter Mann gestern in ein Polizeirevier einzudringen. Die Polizisten erschossen ihn.

Polizei erschiesst Angreifer in Paris

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Nur wenige Minuten nachdem François Hollande im Innenhof der Pariser Polizeipräfektur seine Rede anlässlich des Jahrestags der Attentate von «Charlie Hebdo» beendet hatte, kam es gestern Mittag im 18. Arrondissement der Stadt erneut zu einem offenbar islamistisch motivierten Angriff. Ein mit einem Messer bewaffneter Mann versuchte ein Kommissariat zu stürmen. Dabei verletzte er einen Polizisten.

Bei dem Mann sei ein Blatt Papier gefunden worden, auf dem sich «die IS-Fahne und ein handschriftliches, eindeutiges Bekennerschreiben in arabischer Sprache» befunden habe. Genauere Angaben zum Inhalt dieses Schreibens machte die Staatsanwaltschaft nicht.

Die Beamten eröffneten sofort das Feuer auf den Angreifer. Laut Zeugen fielen zwei bis drei Schüsse. Dabei wurde der Mann getötet.

Der getötete Mann neben dem Bombenroboter. play
Der getötete Mann neben dem Bombenroboter. Reuters

Bilder auf Twitter zeigen, wie ein Bomben-Roboter die auf dem Trottoir liegende Leiche des Mannes untersucht. Das Innenministerium hatte kurz nach der Tat laut «Le Monde» mitgeteilt, dass der Angreifer «möglicherweise» einen Bombengürtel trug und dass er «Allahu Akbar» gerufen habe. Später wurden Gerüchte bestätigt, denen zufolge es sich bei dem Sprengstoffgürtel um eine Attrappe handelte.

Die Polizei riegelte das Quartier ab. play

Die Polizei riegelte das Quartier ab.

AP

Die Polizisten hätten gedacht, dass sich der Mann im Polizeirevier in die Luft sprengen wolle, weil zwischen seiner Kleidung Kabel zu sehen gewesen seien, zitiert «France Bleu» einen Sprecher der Polizeigewerkschaft «Alternative Police». Unter seinem Mantel habe man schliesslich eine Tüte entdeckt, aus der ein Draht schaute.

Die Rue de la Goutte-d'Or, in dem sich das Polizeirevier befindet, wurde abgeriegelt. Zwei Schulen in der Strasse wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. (sas/lha/sda)

Publiziert am 07.01.2016 | Aktualisiert am 07.01.2016
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Ein Jahr nach Charlie Hebdo Frankreich gedenkt den Opfern

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26 Kommentare
  • Rolf  Wittwer 07.01.2016
    Wer so provoziert, hat die Rechnung ohne den Wirt bzw. ohne die Sicherheitskräfte gemacht.
    Gesetz konsequent umgesetzt. Bravo les policiers parisiens!
  • Marion   Jost aus Schönenwerd
    07.01.2016
    Als ich das hörte kam mir bei dem ganzen Ablauf das Szenario des Suicide by Cop in den Sinn, in den USA passiert das öfter, da die auch so herumballern! Mit der Aktion hat er ausser seinen Tod nichts bewirkt, ein Selbstmordattentäter kann es nicht gewesen sein, die wollen schliesslich die Ungläubigen mit in den Tod reissen! Hier vermute ich tatsächlich einen Suicide by Cop, er nutzte die momentan herrschende Stimmung aus, es war zu dilettantisch für einen Anschlag.
  • Dracomir  Pires aus Bern
    07.01.2016
    Wenn ein Angreifer Allahu Akbar schreit, ist er sofort zu erschiessen. Ansonsten werden die Angegriffenen oder Dritte getötet.
    • Marco  Weber 08.01.2016
      Sie machen es sich wieder einfach!
      Und wenn ein Angreifer Grüss Gott ruft kann man Ihn gewähren lassen?
  • Matthias  Zingg 07.01.2016
    2-3 Schüsse gegen einen Angreifer mit einem Messer... so geht das... wie viele Schüsse waren das nochmal in Zürich? 15-21 oder so.... nur so für all jene die immer gesagt haben wie schwierig das sei mit dem beweglichen Ziel.. Wenn ich die Zahlen vergleiche denke ich nur: Hoffentlich liegt meine Sicherheit nie in den Händen der schweizer Polizei!
    • Marco  Weber 07.01.2016
      Dann müssten Sie dringend in ein anderes Land auswandern! Denn andere als schweizer Polizisten werden Sie in der Schweiz bestimmt nicht beschützen!
    • Hans  Grüter 07.01.2016
      Ich hoffe, dass Ihre Sicherheit einmal in den Händen der Schergen des IS liegt. Total unqualifizierte Aussage und eine Respektlosigkeit gegenüber unseren Polizisten, die jeden Tag ihr Leben für unsere Sicherheit aufs Spiel setzen. Wie wollen Sie das einschätzen können? Waren Sie bei beiden Fällen dabei? Hirnloser Stammtischlaferi!
    • Andreas  Kaufmann 07.01.2016
      Der Unterschied liegt darin ob man einen Angreifer nur stoppen oder erschiessen will. Massgeblich ist auch die Munition. Bei normaler Munition kann man bei einem Treffer ins Bein noch weiter rennen. Bei Mannstopp-Munition ist das halbe Bein zerfetzt...
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      07.01.2016
      Herr Zingg
      1. waren es in Zürich 13 Schüsse und nicht 15-21. Und das aus zwei Waffen. Also hat jeder nur ca. 6x geschossen.
      2. kommt es auch immer auf die Distanz an, wie viele Schüsse man abgibt. Da zählt jeder Meter.
      3. kommt es darauf an, wie schnell die Wirkung der Schüsse da ist. Rennt einer trotz Treffern weiter, schiesst man logischerweise auch weiter.
      4. geht es da um Leben und Tod. Kein Schuss ist zuviel.
      5. Ihre Sicherheit liegt in den Händen der Schweizer Polizei wenn Sie hier wohnen
    • Rolf  Hobi 07.01.2016
      Der Unterschied besteht drin, dass die Beamten in Paris aufgrund der komplett anderen Lage - Extremist mit möglichem Sprengsatz um den Bauch gebunden!!! - den finalen Schuss setzten. Die Polizisten in Zürich versuchten, den Messerstecher lediglich zu stoppen. Wer diese entscheidende Differenzierung nicht selbst erkennen kann, sollte das Leserbriefschreiben besser anderen überlassen!
    • Renato  Wyss aus Wallisellen
      07.01.2016
      Herr Marco Weber, aufgrund ihrer Vielzahl von extremen Kommentaren würde ich Sie den Juso um Wermut und Co zuordnen. Liege ich da falsch. Ferner haben Sie auch eine ganze Menge Zeit, immer online zu sein. Ich will Ihnen da nichts unterstellen!
    • Tony  Graven aus Zürich
      07.01.2016
      Schweizer Politzisten haben zu wenig Gelegenheit zum Schiessen. Eher geht es ihnen selbst an den Kragen, sonst haben sie nur Probleme und werden verurteilt. Vielleicht fehlt auch das Geld für Munition zum üben. Falls ihnen Herr Zingg, ein Kerl begegnet der Allahu Akbat schreit, machen sie sowieso in die Hosen, dazu braucht es keine Polizei!
    • Peter  Müller aus Basel
      08.01.2016
      Tja, Frau Jost, Sie können ja gerne auswandern. Ich bin dankbar für die Frauen und Männer die den Job als Polizisten noch machen. Und wenn man nichts verbotenes gemacht hat, hat man ich keinen Ärger mit der Polizei.
  • ueli  huwiler 07.01.2016
    Messer in paris, schüsse, helden.

    Messer in zürich, schüsse, untersuchung gege polizeilaaaaach
    • Marion   Jost aus Schönenwerd
      07.01.2016
      Ja ja, wieder mal Birnen mit Äpfeln vergleichen! In Paris gelten momentan andere Regeln und der Vorgang war auch ganz anders, aber Sie gehören wohl auch in die Kategorie Dauernörgler und Ewigmotzer ohne die genauen Umstände zu berücksichtigen....
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      07.01.2016
      Frau Jost, es war genau dieselbe Ausgangslage wie in Zürich.
      Der Mann rannte mit einem langen Messer bewaffnet auf die Polizei los und rief Allahu Akbar. Genau wie in Zürich.
      Und in Paris gelten absolut keine anderen Regeln als in der Schweiz. Oder darf die Polizei in der Schweiz keinen Angreifer erschiessen, weil wir noch nicht Ziel eines Terroranschlags waren?