Er tötete drei Menschen Killer-Orca «Tilikum» im «SeaWorld» gestorben

Er war der wohl berühmteste Orca der Welt. Jetzt ist «Tilikum» nach mehr als 30 Jahren in Gefangenschaft im «SeaWorld» in Orlando gestorben.

Der Orca «Tilikum» ist mit 36 Jahren gestorben. play
Der Orca «Tilikum» ist mit 36 Jahren gestorben. KEYSTONE/FR121174 AP/PHELAN M. EBENHACK

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Nach einem tragischen Leben in langer Gefangenschaft ist der Orca «Tilikum» am Freitag im Vergnügungspark «SeaWorld» in Orlando im US-Bundesstaat Florida gestorben. Der Schwertwal wurde 36 Jahre alt.

Drei Menschen kamen ums Leben

Zuvor habe «Tilikum» seit Monaten an einer Lungenentzündung gelitten. Der Orca war im Laufe seiner Jahrzehnte währenden Gefangenschaft in mehrere Zwischenfälle verwickelt, bei denen insgesamt drei Menschen getötet wurden.

Im Jahr 2010 war der Orca auf tragische Weise bekannt geworden, als er seine Trainerin Dawn Brancheau im «SeaWorld» tötete. Bereits 1991 hatte er in einem kanadischen Freizeitpark eine Biologiestudentin getötet, die ausgerutscht und in sein Becken gefallen war. 1999 wurde unter mysteriösen Umständen ein Mann tot in seinem Becken aufgefunden, der sich offenbar über Nacht eingeschlichen hatte.

Petition forderte Freilassung des Orcas

Grosse Beachtung hatte 2013 in den USA eine Fernsehdokumentation über «Tilikum» gefunden. Sie ging der Frage nach, welche Auswirkung die Gefangenschaft auf wilde Tiere hat. Mehrere Petitionen forderten danach die Freilassung des Tieres. «Tilikum» war als etwa Zweijähriger nahe Island gefangen worden.

Tierschützer kritisieren seit Jahren die schlechten Lebensbedingungen der Schwertwale in den «SeaWorld»-Parks. Der Freizeitpark kündigte im vergangenen Jahr an, sein umstrittenes Orca-Zuchtprogramm zu beenden. Der aktuell in den Parks gehaltenen Schwertwal-Generation soll keine weitere mehr folgen.

«SeaWorld»-Direktor Joel Manby erklärte bei Bekanntgabe der Todesnachricht: «Tilikum hatte einen besonderen Platz im Herzen der SeaWorld-Familie und im Herzen von Millionen Menschen, die er inspiriert hat.» (sda/gru)

Publiziert am 07.01.2017 | Aktualisiert am 07.01.2017
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5 Kommentare
  • Peter  Müller 07.01.2017
    Ich hoffe, Du findest wenigstens jetzt Deinen Frieden, Tilikum. Es ist eine furchtbar traurige Geschichte, dass Du nur auf diese Art aus Deiner Gefangenschaft ausbrechen konntest.
  • Manon  Heintz aus Zürich
    07.01.2017
    Der erste Satz sagt eigentlich alles: Solange Menschen mit ihren Kindern in diese Parks strömen und sich auf Kosten der Tiere vergnügen gibt es auch die Haltung der Tiere in Gefangenschaft.
    Alles eine Frage der Einstellung, aber dazu müsste man halt mal den eigenen Denkapparat einschalten...
  • Croc  Odile , via Facebook 07.01.2017
    Er hat drei Menschenleben auf dem Gewissen. Es stellt sich mir die Frage , wieviele Orcas in den letzten 36 Jahren durch Menschen getötet wurden?
  • neuffer  igor aus Zürich
    07.01.2017
    Wenn man sich mit diesen fantastischen Tieren beschäftigt hat, schiesst es einem die Tränen in die Augen. Hochintelligentes Geschöpf, welches über Jahrzehnte eingesperrt wird. Natürlich findet er das nicht lustig.
  • Koni  Kadir , via Facebook 07.01.2017
    An der krummen Rückenflosse kann erkannt werden, dass die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden. Aus der Sicht des Betreibers ist es ein Glücksfall, dass das Tier gestorben ist. Die Kosten für die Haltung gehen in die Millionen. Die Shows bringen nichts mehr ein. In die freie Natur aussetzen geht nicht, die Tiere würden in kürzester Zeit verenden. Die grösste Idiotie betreffend Tierhaltung seit Anbeginn der Menschheit.