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Veronica Lario reichte die Scheidung ein, nachdem Silvio Berlusconi am 18. Geburtstag der Neapolitanerin Noemi Letizia teilgenommen hatte. Doch der italienische Ministerpräsident beteuerte stets, er sei nur ein Freund der Familie und sei deshalb anwesend gewesen. Blöd nur, dass er bei den Geburtstagen seiner eigenen Kinder durch Abwesenheit glänzte (Blick.ch berichtete).
Das hindert ihn nicht daran, seine Kinder zu benutzen, um glaubwürdiger zu erscheinen: Berlusconi sagte, er habe auf das Leben seiner Kinder geschworen, dass er keine heisse Affäre mit einer Minderjährigen habe.
Oppositionschef Dario Franceschini versuchte politischen Nutzen aus dieser Situation zu ziehen und sagte im Vorfeld der Europawahlen im Juni: «Würden Sie Ihre Kinder von einem Mann wie Berlusconi erziehen lassen? Er ist ein erfolgreicher, mächtiger und reicher Mann. Ein Mensch, der das Land führt, muss jedoch auch transparente Werte vermitteln können.»
Doch Berlusconis Kinder verteidigen ihren Vater. So reagierte Sohn Pier Silvio, der Vizepräsident der TV-Gruppe Mediaset via Pressemitteilung: «Was erlaubt sich Franceschini! Berlusconis Werte sind auch meine eigenen: Liebe für die Arbeit, Freigiebigkeit und Respekt für die anderen Menschen, die Franceschini offenbar nicht kennt.»
Kurz daraufhin meldete sich auch Berlusconis älteste Tochter Marina, Präsidentin der Berlusconi eigenen TV-Holding Fininvest, zu Wort. «Wer hat das Recht, Berlusconi als Vater zu verurteilen? Franceschini beleidigt auch mich als Tochter, eine Tochter, die auf ihren Vater sehr stolz ist», sagte Marina, die wie Pier Silvio Tochter aus Berlusconis erster Ehe ist.
Auch die drei Kinder, die Berlusconi von Veronica Lario hat, verteidigten ihren Vater. «Die Politik hat nicht das Recht, Berlusconi als Vater zu beurteilen. Politik und Privatsphäre müssten getrennt bleiben», sagte der 20-jährige Luigi Berlusconi, jüngster Sohn Berlusconis. Seinem Protest schlossen sich auch seine beiden älteren Schwestern Eleonora und Barbara an. (SDA/noo)