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Statt Füllungen zu machen, leerte der 44-Jährige Michael M.* mehr als tausend Leichen. Zusammen mit drei Komplizen soll er Totenscheine und Organspender-Ausweise gefälscht haben, um den lukrativen Organ-Handel zu betreiben. Jetzt wurde der Ex-Zahnarzt in Handschellen dem Richter vorgeführt – und die makabren Details erschüttern seither die Öffentlichkeit.
Nichts war den Leichen-Fledderern heilig: Damit ihr Treiben nicht aufgedeckt wurde, versteckten die Beschuldigten sogar Beweismaterial wie OP-Handschuhe oder Schürzen in den aufgeschnittenen Leichen, bevor sie die Körper wieder zunähten. Entnommene Knochen ersetzten das Horror-Quartett durch PVC-Rohre, damit die Leichen bei der Beerdigung äusserlich normal aussahen.
Die verstorbenen Menschen wurden dem «Operations-Team» von einem der Beschuldigten zugehalten. Als Bestattungsunternehmer in Brooklyn sass dieser dafür sozusagen an der Quelle. Den nichts ahnenden Hinterbliebenen lieferte er so die mit OP-Material ausgestopften und Plastik verstärkten Leichen pünktlich zur Beerdigung zurück.
Der Bezirksstaatsanwalt von Brooklyn, Charles Hynes, sagte, die Vorfälle erinnerten an «einen billigen Horrorfilm». «Aber für die tausenden Angehörigen der Toten, an deren Körperteilen sich die Angeklagten bereicherten, und für die Empfänger dieser Teile war das kein schlechter Film. Das war die Realität.» (SDA/bih)
*Name der Redaktion bekannt.