Freund Fini Er motzt über Berlusconi – bei offenem Mikrofon

  • Publiziert: 02.12.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

ROM – Der Präsident der italienischen Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, steht Regierungschef Silvio Berlusconi nahe. Im – vermeintlich – Stillen übt er auch mal Kritik.

Big Brother hat ein Ohr für Berlusconi. Ohne das Wissen seines Verbündeten, Gianfranco Fini. Dieser flüstert nämlich an einer Versammlung dem Staatsanwalt von Pescara zu, wie der die «Monarchie» des Ministerpräsidenten sieht. Ein Mikrofon, das die beiden ignorieren, nimmt den heissen Wortwechsel auf!

Wie «La Repubblica» in einem Video mit Untertiteln sichtbar gemacht hat, lästert Fini über Berlusconi, dass dieser politische Führung gerne mit «absoluter Monarchie» verwechsle. Aus dem Rückhalt der Bevölkerung und seiner Regierungsvollmacht leite Berlusconi eine «Art Immunität gegenüber allen Kontrollorganen ab», werden Finis Worte mitgeschnitten.

Sein Gesprächspartner Nicola Trifuoggi entgegnet, Berlusconi sei «einige Jahrtausende zu spät geboren. Er hätte römischer Kaiser sein sollen.» Der Staatsanwalt bekommt von Fini daraufhin zu hören, was er Berlusconi auch schon unter vier Augen gesagt habe: «Denk daran, dass einem Monarchen wie Louis XVI der Kopf abgeschnitten wurde!» (dip)

play Gianfranco Fini (r.) kennt Silvio Berlusconi gut – und packte unfreiwillig aus. (Reuters)

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