Staatsanwältin bringt Massenmörder ins Schwitzen Wie gefährlich sind Breiviks Briefe?

SKIEN - Vier Jahre nach seinen Bluttaten erscheint Attentäter Anders Breivik (37) heute erneut vor Gericht - diesmal als Kläger. Er hat sich kein bisschen geändert, wie die ersten Bilder der Verhandlung zeigen.

Breivik begrüsst das Gericht mit Hitler-Gruss

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Darum gehts beim Breivik-Prozess:

Der inzwischen 37-jährige islamfeindliche Rechtsextremist Anders Behring Breivik klagt gegen den norwegischen Staat, um bessere Haftbedingungen zu erreichen.

Breiviks Isolationshaft wirkt sich nach Angaben seines Rechtsbeistandes verheerend auf die «psychische Gesundheit» des verurteilten Massenmörders aus.

Konkret klagt Breivik wegen «unmenschlicher und entwürdigender» Behandlung. Er kritisiert auch die Einschränkung seiner Post-Kontakte - eine Massnahme, die von den Behörden als nötig erachtet wird, um die Bildung eines extremistischen Netzwerkes zu verhindern.

Der Massenmörder hat im Gefängnisgebäude Zugang zu verschiedenen Räumlichkeiten. In einem Raum schläft Breivik, einen weiteren nutzt er für seine Studientätigkeit und in einem dritten macht er Fitness. Auch Fernseher, Zeitungen und und Videospiele stehen ihm täglich zur Verfügung.

Bereits 2013 beklagte er sich über die Bedingungen und forderte bessere Videospiele, ein Sofa und einen grösseren Fitnessraum, schreibt Sputnik News. Auslöser für die neue Klage soll eine Umquartierung Breiviks sein.

Die behandelnden Gefängnisärzte sehen keine Gefahr dauerhafter Schäden durch die Isolationshaft. Demnach zeigte Breivik zwischenzeitlich zwar «Zeichen der Instabilität» und auch «anormales Verhalten». Es sei aber «keine fundamentale Änderung seiner psychischen Gesundheit» erkennbar. Die Einschätzung des Gefängnispersonals dürfte im Prozess eine entscheidende Rolle spielen.

Bis Freitag soll im Gefängnis von Skien im Südwesten von Oslo über die Klage entschieden werden. Für den Prozess wird die Turnhalle des Hochsicherheitsgefängnisses zum Gerichtssaal umgestellt. 

Breivik hatte im Juli 2011 zunächst acht Menschen bei einem Bombenanschlag in Oslo getötet. Anschliessend erschoss er auf der Insel Utøya 69 weitere Menschen, die am Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation teilnahmen.

Breivik verbüsst die in Norwegen geltende Höchststrafe von 21 Haftjahren, die verlängert werden kann. Schon mehrmals drohte er wegen der Haftbedingungen mit Hungerstreik. Notfalls will er bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. (SDA/kra)

Publiziert am 15.03.2016 | Aktualisiert am 13.07.2016
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77 Kommentare
  • Peter  Nüesch aus Balgach
    17.03.2016
    Das Theater um Breivik zeigt exemplarisch auf, wie sich der Rechtsstaat selber ad absurdum führt. Ein Massenmörder, dem elementarste Menschenrechte anderer null egal sind, beruft sich auf Menschenrechte, wenn ihm Mikrowellenessen nicht fein genug ist, seine Gefangenschaft sei schlimmer als Todesstrafe, und der Staat spielt das üble Spiel brav mit. Ja was hindert Breivik denn daran, sich die Kugel zu geben, wenn das doch weniger schlimm ist? Zustehen würde sie ihm auch.
  • Simon  Weishaupt , via Facebook 16.03.2016
    So ein kranker Psychopat hat keine Rechte mehr. Ihm sollte das Recht auf leben genommen werden. Und zwar sofort!!!
  • Simon  Weishaupt , via Facebook 16.03.2016
    wieso lebt so ein irrer noch in der geselschaft. verwahren und nie mehr tageslicht!
  • Rolf  Hess 16.03.2016
    Keines seiner 77 Opfer hatte jemals eine zweite Chance. Er bekommt eine zweite, dritte und wenn es sein muss, auch eine vierte Chance.
    Das ist in der Schweiz nicht anders. Da bezahlt die Bevölkerung noch nutzlose Therapien für solche Typen, die untherapierbar sind.
  • Manfred  Schnyder aus Wanzwil
    15.03.2016
    Das ist ja ein super Knast, besser als draussen und dafür wurden 77 Menschen hingerichtet. Das dieser noch reklamieren darf und sein Schwachsinn in die Öffentlichkeit bringen darf, ist sehr erstaunlich.