Er bekommt eine grössere Zelle: So war Hoeness' erster Tag im Knast

MÜNCHEN (D) - Der wegen Steuervergehen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Bayern-Boss Uli Hoeness (62) sitzt seit Montag in Haft. So liefen seine ersten Stunden.

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Seit gestern Mittag gilt es endgültig ernst für Steuersünder Uli Hoeness: Der 62-Jährige sitzt im Knast. Wie «Bild.de» berichtet, trat er um 11.45 Uhr in der JVA Landsberg 70 Kilometer südwestlich von München seine dreieinhalbjährige Haftstrafe an.

Der ehemalige Bayern-Boss konnte es offenbar kaum erwarten. Er habe bereits am Freitag eintreten wollen, sagt er im Interview zur deutschen Zeitung. Die Gefängnisleitung habe ihn jedoch gebeten, «erst am Montag zu kommen». «Der Freitag war ja wegen Christi Himmelfahrt ein Brückentag und darum war kein Arzt für die Aufnahmeuntersuchung dort. Dem Wunsch bin ich natürlich nachgekommen.»

Er musste den Ausweis abgeben

Und so betrat er nun gestern, 81 Tage nach der Verurteilung wegen Steuerhinterziehung, die bayrische Haftanstalt. Laut «Bild.de» wird in einem ersten Schritt die Ladung zum Haftantritt sowie der Ausweis mit einem Computer überprüft. Es folgt das rund dreistündige Aufnahmeverfahren.

Dann werden dem neusten Gefängnisinsassen die Fingerabdrücke genommen. Hoeness muss seinen Ausweis abgeben, bekommt dafür einen Gefängnisausweis mit Name, Nummer und Bild.

Weiter geht es in die Kleiderkammer im Keller. Der Ex-Bayern-Präsident muss sich nackt ausziehen, wird in Gefängniskleidung gesteckt. Die soll laut «Bild.de» aus einem Paar Schuhen, je fünf Paar Unterhosen, Socken und Unterhemden sowie zwei Arbeitshosen und Jacken, zwei Hemden und einem Parka bestehen. Dazu zwei blaue Sporthemden, vier Handtücher, Bettwäsche, Tasse, Löffel, Gabel und ein Messer.

Er darf in den Spitaltrakt

Beim Arzt der JVA wird die Hafttauglichkeit festgestellt. Hoeness' Lunge wird geröntgt, ein Blutbild gemacht.

Dann bezieht Hoeness erstmals seine Zelle. Laut «Bild.de» bekommt er offensichtlich eine Sonderbehandlung, wird im Spitalbereich untergebracht, wo sonst nur erkrankte Häftlinge sitzen. Die Zellen sind dort grösser und es gibt warmes Wasser und einen Fernseher. Am Abend gibt es das erste Essen, anschliessend, um 19 Uhr, wird die Zelle abgeschlossen.

Heute begann dann der erste ganze Tag von Uli Hoeness hinter Gittern: Um 5.50 wurde der 62-Jährige geweckt, eine halbe Stunde später wurde das Frühstück serviert. Ein Alltag, an den sich die Fussball-Legende nun gewöhnen muss. (eg)

Publiziert am 03.06.2014 | Aktualisiert am 12.08.2014
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Uli Hoeness (62) könnte schon ab 2015 tagsüber ein freier Mann sein. play
Uli Hoeness (62) könnte schon ab 2015 tagsüber ein freier Mann sein. Keystone
Blick.ch im Hoeness-Knast

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31 Kommentare
  • Bernd  Lehnherr aus Torrevieja
    03.06.2014
    Lasst Uli Hoeness in Ruhe.Natuerlich benoetigt er eine groessere Zelle.Eigentlich sollte er ein Buereau erhalten,damit er seine Geschaefte weiterhin erledigen kann.Er traegt weiterhin die Verantwortung fuer viele Angestellte und Arbeitnehmer.Wenn ich mir ohnehin vor Augen halte,das Messerstecher,Schlaeger,Vergewaltiger und sogar Moerder frei herumlaufen,oder sogar mit teuren Massnahmen zur Wiedereingliederung gehaetschelt werden,dann kann ich die gesamte Juristerei nicht mehr verstehen.
  • Edgar  Fuchs 03.06.2014
    Erstaunlich, dass nur die Steuersünder zur Rechenschaft gezogen werden. Viel eher müssten doch die Steuergeldverprasser Politiker etc., welche Millionen bzw. Milliarden mit übertriebenen Prestige-Projekten z.B. Flughafen BER Berlin in den Sand setzen, zur Rechenschaft gezogen werden. Ihre Inkompetenz könnte durchaus durch einen Knastaufenthalt belohnt werden.
    Ich möchte mal einen Artikel über diese Machenschaften, bzw. Saubermänner/-Frauen lesen.
  • Bernd  Brand aus Bern
    03.06.2014
    Er geht wenigstens ins Gefängnis und hat den Prozess nicht wie andere Promis jahrelang verzögert. Meine Achtung hat er!!
  • Burkhard  Vetsch 03.06.2014
    Was hat er getan?
    Ok. Falsche Angaben gemacht.
    Macht das nicht jeder von uns?
    Natürlich nicht in dem Ausmass!
    Eine Geldstrafe, die Ihm nahe geht, reicht.
    Er hat, ausser dem Staat, niemandem weh getan!
    Wir haben andere Sünder, die frei herumlaufen!
    Die sind gefährlich, aber werden geschützt!
  • Burkhard  Vetsch 03.06.2014
    Was hat er getan?
    Ok. Falsche Angaben gemacht.
    Macht das nicht jeder von uns?
    Natürlich nicht in dem Ausmass!
    Eine Geldstrafe, die Ihm nahe geht, reicht.
    Er hat, ausser dem Staat, niemandem weh getan!
    Wir haben andere Sünder, die frei herumlaufen!
    Die sind gefährlich, aber werden geschützt!