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Pater Adelir Antonio de Carli entschwebt beim Start seines Rekordversuchs den irdischen Fesseln mit Heliumballonen.- Screenshot video.globo.com
Gestern wars so weit: Hunderte Schaulustige sahen dem todesmutigen Pastor (41) zu, wie er sich von riesigen grünen, weissen und roten Heliumballonen in die Lüfte tragen liess. Ausgerüstet mit Helm, Neopren-Anzug, einem Satellitentelefon und einem Fallschirm für den Notfall.
Anfangs sah auch alles gut aus: Der Mann schwebte fast 6000 Meter in die Höhe, fiel dann aber wieder auf 2500 Meter über den Boden zurück. Der Kurs in das 750 Kilometer entfernte Dourados stimmte.
Keine acht Stunden später: Pater Adelir wird vermisst. Niemand hat mehr Kontakt zu ihm, niemand weiss, was passiert ist. Der fliegende Gottesmann ist spurlos verschwunden!
Offenbar brachten Winde den Ballonfahrer vom Kurs ab. Er kontaktierte via Funk noch die Hafenbehörden von Parangua, war da aber schon mehrere Kilometer von der Küste weg aufs Meer getrieben worden.
Jetzt fanden Suchmannschaften Ballon-Fetzen, die auf dem Meer trieben. Allzu besorgt sind die Behörden aber dennoch nicht. «Wir sind ganz sicher, dass wir ihn wohlauf finden werden, irgendwo im Meer treibend. Er wusste ganz genau, auf was er sich eingelassen hatte und war auf alles vorbereitet», sagte eine Sprecherin.
Pater De Carli wollte den bestehenden Rekord von 19 Flugstunden mit Heliumballonen brechen und mit der Aktion Geld für eine Kapelle für Fernfahrer sammeln. (gux)
Das Video zum waghalsigen Versuch finden Sie hier.