Merkel tritt nochmal an «Ich will Deutschland dienen»

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel will wieder für das Kanzleramt und den CDU-Vorsitz kandidieren. Das hat sie heute in Berlin bestätigt.

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich bei ihrer Kanzlerkandidatur erneut für die volle Amtszeit von vier Jahren bewerben. Merkel sagte am Sonntagabend in Berlin, es gehe nicht nur um eine Entscheidung für den Wahlkampf, sondern «für die vier vollen Jahre».

Sie wolle «ihren Dienst für Deutschland tun», sagte Merkel, «auch in unsicheren Zeiten». Sie habe «unendlich viel darüber nachgedacht». Die Entscheidung für eine vierte Kandidatur sei nach elf Amtsjahren alles andere als trivial.

«Anfechtungen von allen Seiten»

Angesichts der Krisen in Europa und der Welt sowie des wachsenden Populismus auch in Deutschland werde die Wahl wohl so schwierig wie keine zuvor seit der Wiedervereinigung, erklärte Merkel. «Wir werden es mit Anfechtungen von allen Seiten zu tun haben.» Sie sei in dieser Situation bereit, erneut zu kandidieren und dem Land zu dienen.

«Aber all das was damit, ganz besonders jetzt nach den Wahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika, verbunden wird, wie es auf mich ankommt, das ehrt mich zwar, aber ich empfinde es auch sehr stark als grotesk und geradezu absurd», sagte Merkel. 
 

«Kein Mensch alleine kann die Dinge zum Guten wenden»


«Kein Mensch alleine, auch nicht mit grösster Erfahrung, kann die Dinge in Deutschland, Europa, in der Welt mehr oder weniger zum Guten wenden, und schon gar nicht eine Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.»

Kritische Töne über die Kandidatur kamen vom Koalitionspartner SPD. Nach Ansicht von SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hat Merkel keine überzeugende Vision für Deutschlands Zukunft. «Nach dann zwölf Jahren im Amt ist die Luft wirklich raus», sagte Barley der Nachrichtenagentur dpa.

Bei der SPD ist offen, ob Parteichef Sigmar Gabriel oder EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) im nächsten Herbst Merkel herausfordern werden. Vieles spricht für Gabriel. (SDA)

Publiziert am 20.11.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016
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30 Kommentare
  • Marion  Nieder 21.11.2016
    @Dani Rosso: Es ist hier üblich Kommentatoren mit Respekt zu behandeln und vor allen Dingen mit korrektem Namen anzuschreiben.
  • David  Schlaepfer , via Facebook 21.11.2016
    Also die erstaunt mich immer wieder.
    Um Deutschland zu dienen hätte sie doch jetzt viele Jahre Zeit gehabt.. und das kommt ihr am Schluss in den Sinn.
    Ob ihr jemand diese Chance gibt, nachdem sie so konsequent den Usa gedient und Deutschland ausgeblutet hat?
    Ich meine dass die zuerst mal wegen Landeshochverrats für ein paar Jahrzehnte hinter Gitter sollte.
  • Cyril  Meier , via Facebook 21.11.2016
    Und wieder keinen Mut zu einem Wechsel, ihre Dienste in allen Ehren, aber nach 12 Jahren sollte Schluss sein. Wieso mal nicht wieder jemanden holen, der frischen Wind reinbringt. Einen Klaus Theodor von zu Guttenberg würde Deutschland gut tun. Aber eben da fehlt es der Partei an Mut
    • Reto  Benzli 21.11.2016
      Es fehlt nicht der Partei an Mut, sondern Frau Merkel hat jeden potentiellen Nachfolger kaltgestellt oder abgeschossen und keinen Nachfolger aufgebaut; es ist schwer, auf die Macht zu verzichten. Ob allerdings jemand den derzeitigen Scherbenhaufen von Frau Merkel überhaupt übernehmen möchte ist allerdings auch fraglich.
  • Max   Hasenei 20.11.2016
    Wer als Merkel soll es sonst richten. Man muss endlich anerkennen was Sie bis heute für Deutschland und Europa leistet und auch hoffentlich weiter leisten wird.
    Was mich am meisten wundert ist das immer mehr Länder in Europa, auch die Schweiz, in die Zeit des Nationalismus zurück wollen. Das ist eine Schande für all die Soldaten in Europa die damals für unsere heutige Freiheit gekämpft haben.
    Anscheinend geht es uns wirklich zu gut.
  • reto  schweizer 20.11.2016
    Merkel ist nicht nur eine gute Politikerin sondern immer auch menschlich geblieben. Heutzutage braucht jemand nur viel Geld zu haben und fremdenfeindliche, niedrige Instinkte anzuregen und er kann fast überall wahlen gewinnen.