PARIS. Von
Paris aus konnte erster Kontakt zu den Piraten hergestellt werden, die am Freitag vor der ostafrikanischen Küste eine französische Luxusjacht gekapert haben.Der französische Aussenminister Bernard Kouchner sagte am Sonntagabend im Radiosender France Inter weiter, die Geiselnahme könne sich möglicherweise noch länger hinziehen. Es käme jetzt darauf, dass die Kontaktaufnahme Früchte trage.
Es müsse alles getan werden, um Blutvergiessen zu vermeiden. Zu einer möglichen Lösegeldzahlung wollte sich Kouchner nicht konkret äussern. Das Schiff «Le Ponant» habe am Sonntagabend vor der somalischen Küste Anker geworfen, hiess es in französischen Medienberichten.
Die Jacht werde weiter von einer Fregatte der französischen Marine im Auge behalten. Die «Le Ponant» war von den Seychellen in Richtung Mittelmeer unterwegs, als sie am Freitag in internationalen Gewässern gekapert wurde.
Die etwa zehn Seeräuber nahmen die 30 Besatzungsmitglieder, darunter 22 Franzosen, als Geiseln. Passagiere waren nicht an Bord. Die Piraten seien schlicht über eine Treppe am Heck an Bord gelangt, über die die Gäste normalerweise zum Baden ins Meer steigen, berichtete das «Journal du Dimanche». Die Seeräuber hätten keinen einzigen Schuss abgegeben. (SDA)