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«Der Hass und die Verachtung für Männer, Frauen und Kinder, die sich in der Shoah (Verfolgung von Juden unter dem Nazi-Regime, Anm. der Red.) manifestiert haben, waren ein Verbrechen gegen die Menschheit. Das sollte allen klar sein, insbesondere denen, die in der Tradition der Heiligen Schrift stehen», sagte Papst Benedikt XVI. heute.
Dies bei seinem ersten Treffen mit Vertretern des Judentums seit Beginn der Williamson-Affäre. Benedikt XVI. hatte den britischen Geistlichen Williamson und drei weitere Bischöfe der ultrakonservativen Pius-Bruderschaft im Januar teilweise rehabilitiert.
Das hatte weltweite Proteste ausgelöst, weil Williamson den Holocaust leugnet. Die Bruderschaft hat ihn inzwischen als Leiter eines Priesterseminars in Argentinien abgesetzt. Ein Aufruf des Papstes an Williamson, die Holocaust-Leugnung zurückzunehmen, blieb erfolglos.
Papst besucht Israel im Mai
Gleichzeitig bekräftigte Benedikt XVI. seine Absicht, nach Israel zu reisen. Der Besuch ist nach Angaben aus Vatikankreisen für Mai geplant.
Es wäre die erste Visite im Heiligen Land des im April 2005 gewählten Benedikt XVI. Sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte Israel im Mai 2000 besucht und die Juden für das ihnen zugefügte Leid um Vergebung gebeten.
Überschatten könnte den Besuch in Israel auch der Streit um die geplante Seligsprechung von Papst Pius XII., der nach Ansicht vieler Israelis während des Zweiten Weltkriegs nicht genügend zur Rettung von verfolgten Juden unternommen hatte. (SDA/ent)