Empfehlung der WHO: Schwangere sollen Zika-Gebiete meiden

GENF - Die Weltgesundheits-Organisation in Genf schlägt Alarm: Regionen wie Südamerika könnten für Schwangere gefährlich sein.

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Caio Julio Vasconcelos aus Brasilien leidet unter Mikrozephalie. Vermutlich stammt die Krankheit vom Zika-Virus.  AP

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Reisewarnung für Schwangere in Zika-Gebiete herausgegeben. Schwangeren Frauen sei geraten, sich «nicht in Regionen zu begeben, die von der Zika-Epidemie betroffen sind», erklärte die UNO-Sonderorganisation am Dienstag.

Zuvor hatte die WHO in ihren Richtlinien bereits über die mit einer Reise in Zika-Gebiete verbundenen Risiken informiert. «Generelle Einschränkungen» von Reisen oder Handel mit den betroffenen Ländern lehnte die WHO aber ab.

Die Weltgesundheitsorganisation begründete ihren Vorstoss mit den jüngsten «alarmierenden» wissenschaftlichen Erkenntnissen unter anderem zum Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und schweren Missbildungen bei Babys.

Zwar sei noch nicht abschliessend sicher, ob das Virus tatsächlich Mikrozephalie, einen abnormal verformten Kopf verbunden mit schweren Hirnschäden bei Babys, auslösen könne. Die WHO wolle aber auch keinen «definitiven Beweis» abwarten, bevor sie Schwangere warne, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan vor Journalisten.

Chan verwies zudem auf weitere mögliche Risiken für Schwangere wie den «Tod des Fötus, Wachstumsverzögerungen und Verletzungen des zentralen Nervensystems».

Forscher hatten zuletzt nicht nur eine Verbindung zwischen Zika und Mikrozephalie aufgezeigt, sondern sie gehen auch davon aus, dass das Virus die schwere Nervenkrankheit mit dem Namen Guillain-Barré-Syndrom auslösen kann.

Zika grassiert derzeit vor allem in Südamerika, besonders betroffen ist Brasilien. (SDA)

Publiziert am 09.03.2016 | Aktualisiert am 14.04.2016
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